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Schöner schlafen: Im 25 hours Hamburg Hafencity

Es gibt Zimmer und Betten, in denen man sich sofort wohl fühlt. Es gibt Orte, an denen einfach alles stimmt. In meiner Kategorie Schöner schlafen stelle ich Unterkünfte vor, in denen ich mich auf Anhieb zuhause gefühlt habe. Heute: Das 25 hours Hotel Hamburg Hafencity.

Stell dir vor, dein Tag in Hamburg hätte nicht nur 24 Stunden, sondern 25. Was würdest du mit der geschenkten Stunde anfangen? Hier ein paar Vorschläge: Du könntest einfach eine Stunde länger schlafen als sonst. Oder im Bett liegen bleiben und ein schönes Buch lesen. Oder du könntest einen entspannenden Saunagang mit Panoramaausblick über die Elbe genießen. Du könntest aber auch Musik von alten Schallplatten hören, kleine Designschätze und tolle Geschenkideen durchstöbern oder Seemannsgarn spinnen.

Egal, für welche Beschäftigung du dich entscheidest: Du müsstest dazu nicht einmal das Hotel verlassen. Denn das 25 hours Hotel Hamburg Hafencity bietet viel mehr als nur Bett und Bad. Ich habe dort eine Nacht verbracht und mich auf Anhieb wohl gefühlt. Warum – und was die Tapete damit zu tun hat – erzähle ich euch heute.

Das 25 hours Hotel Hamburg Hafencity ist ein perfekter Rückzugsort für reiseverrückte Weltenbummler wie mich. Retro-Leuchtgloben und Logbücher versprühen in allen Zimmern –  pardon, Kojen – einen Hauch von Fernweh. Sie stehen auf einem Überseekoffer aus dunklem Holz, der ein schönes Einrichtungs-Highlight bildet und gleichzeitig als Sekretär, Minibar und Zeitschriftenhalter dient.

Wer in Reiselust schwelgt, verliert sich allzu schnell in der Mustertapete, die über und über mit Reise- und Seefahrtsmotiven bedruckt ist – auch mein Name ziert übrigens die Tapete. Neben dem Bild eines pin up girls steht dort: „Du, du bist mein zweites Ich. Du musst mir deinen Namen ausbuchstabieren. Hein soll mir das auf den Arm tätowieren. Anna.“ Ich will auch ein Tattoo. sofort!

Tagebucheinträge von Seemännern sind im Logbuch verewigt. Maschinist Manfred Boyer, 46, schreibt darin aus Helsinki: „9 Monate auf See und noch 10 Tage bis zum Heimathafen. Endlich. Nie mehr so lange weg. Möglichst. Das Häuschen in Buxtehude will bezahlt sein. An Bord der Barbara herrscht dicke Luft.“

Steward Ronaldo Pellegrino, 25, Lebensmotto: „Wird Zeit, das Leben ernster zu nehmen“, meldet sich aus Charleston zu Wort: „Nachts Sturm und Seegang. Fast wie 2008 beim Sturm ‚Gustav‘. Hielt mich an meinem Talisman aus Alexandria fest. Vor Anker im Hafen von ‚The Palmetto City‘, South Carolina. Landgang als Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Straßenbilder wie in ‚Vom Winde verweht’.“

Li Dissanayake, zweiter Offizier aus Sri Lanka, schreibt aus Hamburg: „3 Tage im Seemannsclub im Freihafen. Alles hängt dort voller Souvenirs. Habe ein Wappen hinterlassen, telefoniert mit zu Hause. Ziemlich unruhige Zeiten dort. Seltsames Interview für ein Hotel geführt, das einem Seemannsheim nachempfunden ist. Sollte ich wieder da sein, sehe ich es mir an.“

Es sind Geschichten, die mit einem Augenzwinkern erzählt werden. Dazu passt ein kühles Astra aus der Minibar – Durst ist ja bekanntlich schlimmer als Heimweh… Jeder Gast darf seine eigenen Gedanken im Logbuch verewigen. Schöne Idee.

Wem Seebärengeschichten zu old-fashioned sind, der wird wahrscheinlich in der Magazin-Sammlung aus dem Koffer fündig, die vom Interior-Design-Mag bis zum Mare reicht.

Neben dem ganzen voll durchdachten Design-Trallala und den absolut liebevollen Details stimmen übrigens auch die Basics: Die Betten sind wunderbar bequem und die Zimmer und Badezimmer komfortabel, praktisch, groß und gemütlich.

Schnellcheck: Das bietet das 25 hours Hotel Hamburg Hafencity

  • Top Lage in Hamburg: Das Hotel liegt zwischen Speicherstadt, Elbphilharmonie und dem Kreuzfahrtterminal in der noch neuen Hafencity. Die nächste U-Bahnstation Überseequartier ist rund zwei Minuten entfernt – damit kommst du schnell in die anderen Stadtteile von Hamburg. Zu Fuß gehts auch, dauert aber ein paar Minuten länger.
  • Wenn du keine Lust auf öffentlichen Nahverkehr hast, kannst du dir im Hotel einen Mini leihen. Den gibts für Gäste kostenlos zur Zimmerbuchung.
  • Das „Heimat“ ist das Restaurant des 25 hours Hotel Hamburg Hafencity. Hier gibt es super leckeres Frühstück, Mittag- und Abendessen. Als Bar dient das Restaurant ebenfalls und in regelmäßigen Abständen gibt es Veranstaltungen und Konzerte.
  • Wellness mit Aussicht: Die Hafensauna im sechsten Stock ist puristisch eingerichtet. Alte Schiffscontainer bilden das Ambiente, die Aussicht vom Ruheraum über den Hafen ist grandios.
  • Clubetage: Hier findest du Club Room, Vinyl Room und Radio Room – Gemeinschaftsräume zum Musikhören, Lesen, arbeiten und ausruhen. Highlight ist die große Schallplattensammlung.
  • Ein Mare-Kiosk ist direkt neben der Rezeption. Dort gibt es nichts zu essen, dafür aber neben Büchern und Zeitschriften jede Menge coole Hamburg-Souvenirs und -Geschenke und kleine, herzallerliebste Designobjekte. Für den Notfall gibts auch Zahnbürsten.
  • Wer nicht gerne alleine schläft, kann mit dem Schlafschaf kuscheln. Das liegt in jeder Koje bereit, bewacht das Bett und ist auch im Mare-Kiosk erhältlich – für alle, die lieber mit ihrem eigenen Schaf kuscheln wollen als mit dem hoteleigenen.
  • Geschichten von Heim- und Fernweh gibts an jeder Ecke. So viele, dass man bestimmt auch beim zweiten und dritten Besuch noch Neues entdeckt.

Butter bei die Fische (höhö): Das kostet die Übernachtung

Eine Doppelkoje ist ab etwa 130 Euro zu haben, besondere Angebote gibts auch ab 100 Euro. Frühstück ist in dem Preis noch nicht drin, dafür aber sehr gutes, freies WLAN. Deine Übernachtung im 25 hours Hamburg Hafencity kannst zum Beispiel hier über hotels.com buchen. Oder direkt auf der Website des Hotels.

Übrigens: In Hamburg hat gerade das dritte 25 hours Hotel eröffnet. Und wie alle Hotels der 25 hours-Designer, sieht auch das neue wieder ganz anders aus. Doch auch im Alten Hafenamt dreht sich vieles um die Seefahrt. Einst als Amt für Strom- und Hafenbau genutzt und von Seeleuten aus aller Welt mit Andenken bedacht, ist das Gebäude jetzt ein wohnliches Kapitänsheim.

Hinweis: Zu meiner Reise nach Hamburg wurde ich von Hamburg Tourismus eingeladen. Meine Meinung ist wie immer echt und nicht von dieser Einladung beeinflusst. Die im Artikel verwendeten Bilder stammen von Stephan Lemke for 25hours Hotels.

Geschrieben von

... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

3 Kommentare

  1. Wow, wie toll! Wir sind dort bei unserem letzten Hamburg-Besuch vorbeigekommen und wären am liebsten gleich dortgeblieben 🙂 Ich liebe übrigens deine Fotos und natürlich auch deine Art zu schreiben!
    Alles Liebe,
    Kathi

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