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Die schönsten Reisemomente 2015

In den letzten zwölf Monaten bin ich so viel gereist wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich habe Länder besucht, die ich schon seit Jahren besuchen wollte und welche, die ich nie auf dem Schirm hatte. Ich war wandern, snowboarden und surfen, habe mich in große und kleine Wellen gestürzt und große und kleine Abenteuer erlebt. Die Highlights des Jahres gibts in diesem Artikel.

Entdeckung des Jahres

Als feststand, dass ich 2015 zum ersten Mal nach Schweden reisen würde, war ich mir sicher: Das wird meine Entdeckung des Jahres. So lange wollte ich dort schon hin. Schweden hat mich nicht enttäuscht. Nachzulesen ist das hier. Doch dann kam unerwartet noch die Einladung zu einer Pressereise nach Indien.

Indien hat mich, anders als Schweden, nie gereizt.

Ich wusste auch so gut wie nichts über das Land.

Aber ich wusste, dass alle beim Erzählen über Indien immer glänzende Augen bekamen.

Also nahm ich die Einladung an und ich habe es nicht bereut. Indien hat mich fasziniert wie kaum ein Land bisher. Die Leute sagen, Indien sei schwer in Worte zu fassen. Ich glaube eher, dass es unfassbar ist. Unfassbar schön, laut, dreckig, stickig, bunt, lebendig, ordentlich chaotisch und unordentlich chaotisch. Unfassbar gegensätzlich und unfassbar anders.

Wer lesen will, was ich trotz anfänglicher Sprachlosigkeit über Indien geschrieben habe, bekommt hier einen ersten Eindruck: Sari und Siri – Eine Geschichte aus dem Reisejournal der Rhein Main Presse. Blogberichte folgen.

Die schönsten Erinnerungen

Ich hab ein Problem mit dem Aussteigen aus Ski-Liften. Für Snowboarder ist das schwerer als für Skifahrer. Ich bin, was das angeht, leicht traumatisiert. Vor ein paar Jahren bin ich mal so oft aus einem Schlepplift gefallen, dass ich am Ende einfach auf dem Bauch liegen geblieben bin und mich so den Berg habe hochziehen lassen. Bequem war das nicht. Die gute Nachricht: In diesem Jahr bin ich in zwei Winterurlauben nicht ein einziges Mal aus einem Schlepplift gefallen und auch den Ausstieg aus dem Sessellift schaffe ich mittlerweile ohne Stolpern. Whoop!

Der Independence Beer Garden in Philadelphia, USA, ist einer von vielen Biergärten, die nach deutschem Vorbild im Sommer in der Stadt öffnen. Es gibt dort unglaublich gutes Essen. So gut, dass ich mich kaum bremsen konnte und gefühlt alles von der Speisekarte probiert habe. Am besten haben die sauren Gurken im Bierteig geschmeckt. Danach bin ich in das schönste Fresskoma des Jahres gefallen.

In Washington D.C., USA, habe ich ein Basketball-Spiel besucht. Play-Offs, Washington Wizards gegen Atlanta Hawks. Stadion Hot Dog: 16 Dollar. Stimmung im Stadion: Unbezahlbar. War kurz versucht, die amerikanische Nationalhymne aus vollem Halse mitzusingen. Ich wollte das schon immer mal erleben.

Ich habe in einem Baumhaus übernachtet. In einem echten Baumhaus! Das war schon unglaublich lange ein Traum von mir. Ich hatte mir vorgenommen, die ganze Nacht wach zu bleiben, um am Fenster zu sitzen und über die Baumkronen zu schauen. Bin dann aber doch irgendwann eingeschlafen. Über das Baumhaus schreibe ich noch. Versprochen.

Nordschweden ist ein Paradies für Draußenkinder wie mich. Ich bin dort mit dem Floß auf dem Umeälven-Fluss gefahren. Leider war ich nur ein paar Stunden auf dem Fluss unterwegs, aber ich spiele gerade sehr ernsthaft mit dem Gedanken, das mal eine Woche lang zu machen.

Lieblingswanderung: Auf dem Wilde Wasser Weg im Stubaital. Den möchte ich unbedingt nochmal laufen. Und dann nehme ich den Bikini mit und springe in die Blaue Lacke. Egal wie kalt das Wasser ist!

Überhaupt gehören hier alle Wanderungen drauf, die ich in diesem Jahr unternommen habe. Weil: Wandern zählt einfach zu meinen liebsten Beschäftigungen überhaupt.

Auf Bali war ich im Oktober. Von dort habe ich auch einen kurzen Ausflug auf die Gili Islands unternommen. Auf der Hinfahrt war das Boot nicht ausgebucht. Wir hatten jede Menge Platz und durften nach dem Ablegen auf Deck klettern, oben sitzen, die Beine über die Reling baumeln lassen und uns den Wind ins Gesicht wehen lassen. Dann kamen noch Delfine vorbei. Hätte in keinem Kitschfilm besser sein können.

Auf Fuerteventura war ich zum ersten Mal in einem Surfcamp. Fuerteventura an sich hat mir gar nicht gefallen. Die Zeit im Camp war dafür umso cooler. Jeden Tag habe ich aufs Neue gegen den Muskelkater angekämpft und jeden Tag aufs Neue habe ich mich gesteigert. Sahnehäubchen: Am letzten Tag hat Surflehrerin Gaia mich als “Surfer of the Day” ausgezeichnet. Ein inoffizieller Titel, versteht sich. Hihi.

Ich habe 2015 in Indien Geburtstag gefeiert und sowohl von meinen Kollegen als auch vom Hotel eine Schokotorte geschenkt bekommen. Eine davon habe ich den Kollegen angeboten, die andere habe ich am nächsten Morgen dem ersten bettelnden Kind gegeben, das mir über den Weg lief. Der Junge nahm das Paket entgegen, hockte sich damit auf den Boden und öffnete es vorsichtig. Als er sah, was er bekommen hatte, blickte er mich mit großen, leuchtenden Augen an. Er konnte sein Glück kaum fassen, packte alles fein säuberlich ein, blickte sich um und verschwand mit seinem Schatz.

Danke, dass ihr dabei seid!

Ich schreibe diesen Blog zwar schon seit fast drei Jahren, aber noch nie sind so viele neue Leser dazu gekommen wie in den letzten zwölf Monaten. Allen, die schon länger dabei sind: Ein RIESENGROSSES Dankeschön! Und allen, die neu dazu gekommen sind: Herzlichst Willkommen! Ich hoffe, ihr fühlt euch hier wohl.

Achtung, SPOILER! Zum dritten Blog-Geburtstag Ende Januar habe ich mir eine ganz tolle Überraschung für euch ausgedacht. Was, das wird noch nicht verraten. Aber es hat was mit einem gewissen Baumhaus zu tun…

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Übrigens: Für alle Newsletter-Abonnenten gibt’s mit dem Silvester-Newsletter eine weitere tolle Überraschung für einen gelungenen Start ins neue Jahr.

Zu den schlimmsten Reisemomenten des Jahres.

Was war dein schönster Reisemoment 2015?

Geschrieben von

... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

2 Kommentare

  1. Ingeborg

    Am wunderschönsten von deinen “schönsten Reisemomenten” finde ich deinen Geburtstag in Indien.
    Du hast den indischen Jungen in beiden Situationen gekonnt bildlich eingefangen: erst das Erstaunen über ein Geschenk und die Neugier, was wohl drin sein wird— und dann die Freude über den Kuchen und sogar die Vorfreude darauf, wie seine Familie o.a. reagieren werden! Deine Fotos sind aber auch jedes Mal ganz großartig…

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