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So findest du garantiert den günstigsten Flug: 8 Profi-Tipps

Foto von Dirk Vorderstraße. Titel: Flugzeug-Start. Lizenz: CC BY 2.0.

Ist es wirklich billiger, Flüge früh zu buchen? Stimmt es, dass Flugtickets dienstags weniger kosten als mittwochs? Und wieso zahlen manche Leute gefühlt eigentlich immer viel weniger für ihre Flüge als du? Heute wird aufgeräumt und aufgeklärt! Wenn du dir die Tipps aus diesem Artikel zu Herzen nimmst, bist auch du bald ein Flugbuchungsprofi. Mit Sicherheit! Denn heute erkläre ich dir, wie du garantiert den günstigsten Flug findest.

Weil ich kein Freund von Pauschalreisen bin, buche ich in der Regel nur meine Flüge vorab übers Internet und alles andere vor Ort. So bleibe ich flexibel. Die Buchung im Internet hat einen ganz wichtigen Vorteil: Ich habe ein riesiges Angebot und kann vergleichen, um den günstigsten Ticketpreis zu finden.

Ohne das nötige Hintergrundwissen kann die Suche in diesem Angebot aber ganzschön verwirrend sein. Das führt uns zu einer ersten, grundlegenden Frage: Von welchen Faktoren ist der Flugpreis überhaupt abhängig? Die Antwort auf diese Frage solltest du unbedingt im Hinterkopf behalten, wenn du die günstigsten Flüge finden willst!

 

1. Von welchen Faktoren ist der Preis für ein Flugticket überhaupt abhängig?

Niemand kann dir mit absoluter Sicherheit sagen, wie, wo und wann du die günstigsten Flugtickets kaufen kannst. Das ist erstmal die schlechte Nachricht. Stell dir mal vor, das ginge! Dann müssten weder du noch ich uns überhaupt Gedanken um diese Frage machen und diesen Artikel würde es auch nicht geben. Stell dir vor, es gäbe eine Formel, mit der du berechnen könntest, wie du immer am günstigsten buchen kannst. Klingt ziemlich illusorisch, oder? Und warum? Weil niemand in die Zukunft sehen kann!

Alle Tipps, die dir helfen, günstigere Flugtickets zu finden, sind lediglich Prognosen und Tendenzen. Viel zu viele Faktoren spielen bei der Berechnung des Flugpreises eine Rolle. Und jetzt kommt die gute Nachricht: Wenn du diese Faktoren kennst, hast du schonmal einen großen Vorteil.

Der Ölpreis befindet sich im freien Fall? Das hat – allerdings mit einiger zeitlicher Verzögerung – auch eine Auswirkung auf den Kerosinpreis – und damit wiederum möglicherweise auf deinen Flugpreis.

Eine Regierung senkt oder erhöht Steuern? Auch das spiegelt sich früher oder später in der Preisbildung wider.

Eine neue, billige Airline versucht, sich im Markt zu etablieren? Etablierte Airlines werden versuchen, der neuen Airline mit Kampfpreisen die finanzielle Grundlage zu entziehen. Die Airlines drücken ihre Ticketpreise bis zur Schmerzgrenze und teilweise darüber hinaus. Bis einer aufgibt.

Wie du selbst den Preis für dein Flugticket mitbestimmen kannst

Marktwirtschaftliche und politische Faktoren spielen also eine ganz wichtige Rolle. Aber auch du selbst kannst den Preis mitbestimmen. Grundsätzlich werden Flug-Tickets nämlich zum Beispiel dann billiger, wenn sie nicht umbuchbar oder stornierbar sind, wenn sie keinen längeren Zwischenaufenthalt erlauben (zum Beispiel bei einem Stopover) und wenn du direkt bei der Buchung bezahlst.

Außerdem sind manche Abflugzeiten gefragter als andere. Und Direktflüge sind meistens teurer als solche mit Stopover.

Weniger zahlen musst du außerdem beispielsweise, wenn du auf aufgegebenes Gepäck verzichtest. Aber Achtung: Im Umkehrschluss heißt das, dass im billigsten Preis das Gepäck nicht unbedingt mit drin ist. Vorreiter des Modells “niedriger Flugpreis, viele Zusatzkosten” ist Ryanair. Der irische Billigflieger lässt sich alles extra bezahlen – von der Platzreservierung zum aufgegebenen Gepäck.

Mittlerweile sind aber auch andere Airlines auf den Trichter gekommen, einen Basispreis einzuführen und sich ursprünglich gewohnte Leistungen zusätzlich bezahlen zu lassen. So ist zum Beispiel bei Lufthansa auf der Kurzstrecke das Gepäck nicht mehr wie früher automatisch inklusive.

Ebenso bieten manche Airlines Snacks und alkoholische Getränke kostenlos an, andere lassen sie sich bezahlen. Bei manchen Fluggesellschaften kannst du auf der Mittel- und Langstrecke ohne Zusatzkosten ein Menü vorauswählen, bei anderen musst du nehmen, was du bekommst – oder extra zahlen. Selbst das Entertainment-Programm auf Langstreckenflügen ist nicht überall inklusive. Condor beispielsweise lässt sich die Nutzung von Filmen und Serien an Bord extra bezahlen. Infos darüber, was inklusive ist und was nicht, findest du auf der Homepage der jeweiligen Airline.

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2. Ist es billiger, Flüge früh zu buchen?

Diese Annahme ist sehr weit verbreitet. Und es gibt dazu genauso viele Meinungen wie es Flugpassagiere gibt. Gut zu wissen: Es gibt auch Studien und Statistiken, die sich wissenschaftlich mit dem Thema befassen. Und die sagen: Wer früher bucht, zahlt auch weniger. Allerdings gilt diese Faustregel mit Einschränkungen.

So hat eine Anfang Dezember 2014 veröffentlichte Studie des Online-Reiseanbieters Expedia, Preparing for Takeoff: Air Travel Trends for 2015, herausgefunden, dass internationale Flüge im Zeitraum zwischen 170 und 50 Tagen vor Reiseantritt durchschnittlich am günstigsten sind. Innerhalb dieses Zeitraums ändert sich an den Preisen nur wenig. Vorher sind sie meist höher.

Am teuersten, so die Studie, seien Flüge in den 7 Wochen vor Abflugdatum. Und in den zwei bis drei Wochen vor Abflugdatum steigt der Ticket-Preis sogar um bis zu 120 Prozent – damit werden die Tickets mehr als doppelt so teuer.

Foto: Tim Lucas

Müssen Spätentschlossene also immer tiefer in die Tasche greifen? In der Regel schon. Allerdings bieten die meisten Fluglinien Last-Minute-Tickets für nicht ausgebuchte Flüge an, die mitunter deutlich günstiger sein können. Das ist allerdings ein Glücksspiel und nur bedingt zu empfehlen, wenn du zu einem bestimmten Zeitpunkt an ein bestimmtes Ziel gelangen möchtest.

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3. Welchen Einfluss haben die Wochentage auf die Flugpreise?

Die Expedia-Studie, die sowohl die Daten der firmeneigenen Flugsuchmaschine als auch die Preis-Daten der Airlines Reporting Corporation, der International Air Transport Association und der Airline Tariff Publishing Company analysiert hat, kommt zu dem Schluss, dass der Dienstag international gesehen der beste Tag ist, um Flüge zu buchen – solange mindestens drei Wochen im Voraus gebucht wird.

Kurz vor Abreise wird es nämlich in der Regel sonntags billiger. Allerdings liegt die Ersparnis pro Flug durchschnittlich bei nur 5 Prozent.

Bis zu 25 Prozent kannst du hingegen sparen, wenn du an einem Donnerstag oder an einem Montag fliegst – Feiertage ausgenommen. Wer zeitlich ein wenig flexibel ist, hat also auch hier einen nicht ganz unerheblichen Vorteil.

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4. Wo soll ich überhaupt buchen?

Zum Glück gibt es im Internet eine ganze Reihe guter Flugsuchmaschinen. Diese große Auswahl überfordert allerdings mitunter auch. Schließlich findet nicht jede Suchmaschine jeden Flug. Alle haben ihren eigenen Suchalgorithmus und eigene Regeln und Ergebnisse. Preise ändern sich während der Buchung. Versteckte „Servicegebühren“ werden zum Teil nicht von Anfang an berücksichtigt. Die Verbraucherzentrale hat bereits mehrfach gegen dieses Vorgehen Klage eingereicht und zuletzt in einem Verfahren gegen Unister (fluege.de) zumindest einen Teilerfolg errungen. Doch die Anbieter denken sich immer wieder neue Tricks aus.

Wie soll man da objektiv vergleichen? Billige Flüge zu finden, ist eine zeitaufwendige und nervenaufreibende Angelegenheit. Deshalb stelle ich dir hier meine drei Lieblings-Suchmaschinen vor.

SkyscannerSkyscanner ist sehr international ausgerichtet und vergleicht nicht nur die Preise der großen Airlines, sondern auch die der Billigflieger. So finden sich zum Beispiel Ryanair und Wizzair im Angebot wieder. Außerdem schlägt Skyscanner auch Flughäfen in der Nähe vor, von denen aus die Reise günstiger sein könnte.

KayakDer große Vorteil bei Kayak ist die Möglichkeit, ein flexibles Reisedatum anzugeben. Im gewählten Zeitraum zeigt die Suchmaschine dann schön übersichtlich in einer Tabelle an, wann die günstigsten Flugtickets zu haben sind. Wenn du zeitlich ein bisschen flexibel bist, ist das ideal.

GoEuroDas Angebot ist auf Europa beschränkt, vergleicht aber die Preise für Flüge mit den Preisen für Bahn- und Bustickets sowie für die Fahrt mit dem eigenen oder dem Miet-Auto. Dazu kommt die Zeitberechnung: Die Suchmaschine vergleicht nicht die Netto-Reisezeit pro gewähltem Transportmittel, sondern die Brutto-Reisezeit. Das heißt, sie berücksichtigt zum Beispiel auch die Anreise zum und das Einchecken am Flughafen – und du weißt, ob es sich überhaupt lohnt, mehr Geld in einen Flug zu investieren.

Letztendlich lohnt es sich auch hin und wieder, einen günstigen Flugpreis auf der Webseite des Anbieters gegen zu checken. Bietet Lufthansa das Ticket über die eigenen Buchungsseite zum gleichen Preis an? Dann sparst du dir die Gebühren, die eventuell bei der Buchung über eine Metasuchmaschine anfallen.

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Foto: Ryan McGuire

5. Buchen wie ein Profi: Mit Standortverschleierung

Ist dir schonmal aufgefallen, dass die selben Flüge an manchen Orten für weniger Geld zu haben sind als an anderen? Besonders häufig tritt dieses Phänomen bei Inlandsflügen auf. Buchst du diese in dem Land, in dem du fliegst, sind sie meist deutlich günstiger.

Als ich für diesen Artikel recherchiert habe, habe ich die Preisentwicklung für Flüge von New York City nach San Francisco und zurück nach New York City über Silvester und Neujahr beobachtet. Bemerkt habe ich dabei Folgendes: Hätte ich einen solchen Rundtrip von Deutschland aus gebucht, hätte er mich rund 770 Euro gekostet. Ziemlich teuer – natürlich auch, weil an Silvester viele Menschen verreisen wollen und ich mit meiner Buchungsanfrage ziemlich spät dran war.

Hätte ich diesen Flug aus den USA gebucht, hätte ich für die selbe Verbindung rund 700 Dollar gezahlt, also etwa 575 Euro. Fast 200 Euro weniger.

Du fragst dich, warum du aus Deutschland einen Inlandsflug in einem anderen Land buchen solltest? Das macht Sinn, wenn du in ein Land reist, in dem du lange Strecken zurücklegen willst. Stell dir mal vor, du bist in Australien und willst von Sydney nach Perth. Lieber fliegen, oder? Und vor dem Urlaub buchen macht Sinn, ist ja billiger.

Auch bei internationalen Flügen kannst du, je nach Ort, jede Menge Geld sparen. Ein Flug von Frankfurt nach Sydney mit der Hongkong-Airline Cathay Pacific kostet nämlich in der Regel weniger, wenn du ihn in Hongkong buchst. Und er kann ebenso billiger sein, wenn du das Ticket in Australien kaufst.

Leider lebst du nicht in den USA, Australien oder Hongkong und musst deine Flüge in Deutschland buchen? Weit gefehlt! Denn du musst nicht an einem anderen Ort sein, um an billigere Flüge zu kommen. Es reicht völlig, wenn du das der Flugsuchmaschine deines Vertrauens vorgaukelst.

Und so gehts: Prinzipiell gibt es dafür zwei Möglichkeiten. Die erste ist simpel und schnell eingestellt, bringt aber nicht ganz unerhebliche Probleme mit sich. Bei vielen Suchmaschinen kannst du Sprache, Standort und Währung auswählen. Wenn du all diese Dinge änderst, also im Beispiel als Sprache Englisch, als Land die Vereinigten Staaten und als Währung den US-Dollar angibst, kannst du ganz unkompliziert zum Inlandspreis buchen.

Komplizierter wird es aber, wenn du von Hanoi nach Ho Chi Minh City fliegen möchtest. Kannst du zufällig Vietnamesisch? Ich kann es nicht. Für diesen Fall gibt es einen weiteren Trick.

Der heißt: Proxy-Server. Bitte was? Das ist weniger kompliziert als es klingt und du musst auch gar nicht unbedingt wissen, was technisch dahinter steckt. Nur so viel: Ein Proxy-Server verschleiert deine IP-Adresse, indem er deine Internetverbindung über einen zwischengeschalteten Server weiterleitet. So kannst du einer Internetseite, die du besuchst, vorgaukeln, du seist in einem anderen Land.

Aber Achtung: Das ist nicht ganz unkritisch, weil die Daten, die du dabei überträgst, theoretisch auf diesem anderen Server gespeichert und ausgelesen werden können. Mehr dazu hier. Du solltest also unbedingt darauf achten, dass deine Daten verschlüsselt übertragen werden, insbesondere, wenn du Bank- oder Kreditkartendaten eingibst. Alles klar?

Gut, ich sagte ja schon, der technische Kram muss dich nicht interessieren. Du brauchst nur ein kleines Programm, das die Arbeit für dich erledigt. Ich selbst nutze das kostenlose Browser-Plugin ZenMate. Das gibt es für alle gängigen Browser, also Chrome, Firefox, Opera, Safari und Android. Es verschleiert nicht nur deine IP-Adresse, sondern verschlüsselt laut Anbieter auch deine Daten.

Es bietet dir also nicht nur die Standort-Verschleierung über einen Proxy-Server, sondern auch klassische VPN-Funktionalität. Wenn du das Plugin installiert und aktiviert hast, kannst du je nach Wunsch den Standort deines Proxy-Servers wählen. Also zum Beispiel Hong Kong, wenn du günstige Flugtickets von Cathay Pacific buchen willst.

Ein Nachteil bei beiden Methoden: Es können Kreditkartengebühren für Auslandsbuchungen anfallen – das ist je nach Bank und Kreditkarte unterschiedlich.

Wenn du zu diesem Thema, insbesondere zu Datenschutz und Datensicherheit, noch mehr wissen möchtest, lege ich dir diesen Artikel zur Sicherheit von ZenMate und diesen Artikel über die Verschleierung des eigenen Standorts im Internet ans Herz.

Übrigens: Mit ZenMate kannst du nicht nur billige Flugtickets buchen, sondern auch Internetsperren umgehen! Facebook in China? Hallo!

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6. Hidden City Ticketing und Throwaway Ticketing

Ist dir mal aufgefallen, welche absurden Umwege du manchmal zu absurd günstigen Preisen fliegen kannst? Letzten Sommer wollte ich von Frankfurt nach Sofia fliegen. Der Direktflug kostete 180 Euro. Ein Flug mit Zwischenstopp in Rom kostete nur 120 Euro – dauerte aber zehn Stunden länger, weshalb ich den Direktflug wählte – ich hatte wenig Zeit. Was mich trotzdem stutzig machte: Ein einfacher Flug nach Rom hätte ebenfalls 180 Euro gekostet.

Genau diese (für mich völlig unverständliche und undurchsichtige) Preisstaffelung macht sich das Hidden City Ticketing zunutze. Was, wenn du nicht nach Sofia willst, sondern nach Rom? Dann sparst du Geld, wenn du ein Ticket über Rom nach Sofia kaufst und in Rom deine Reise beendest. Du steigst einfach nicht in den Anschlussflieger ein.

Das ist zwar von den Fluggesellschaften aus verständlichen Gründen nicht erwünscht, jedoch kaum nachzuweisen und nicht illegal – auch wenn die Fluggesellschaft United gerade gegen eine Flugsuchmaschine klagt, die sich das Prinzip Hidden City zunutze macht.

Hidden City funktioniert natürlich nur, wenn du nur mit Handgepäck reist – anderenfalls würde dein Gepäck nämlich durchgecheckt werden und in Sofia landen. Ausnahme: Wenn du über ein Land reist, in dem du dein Gepäck entgegen nehmen musst, bevor du ein- und weiterreisen darfst, also beispielsweise die USA, kannst du den Flughafen nach der Zollkontrolle auch einfach mit deinem Gepäck verlassen.

Beim Throwaway Ticketing machst du dir die Tatsache zunutze, dass aufgrund bestimmter Sonderregelungen und Angebote Hin- und Rückflug zusammen hin und wieder billiger sind als ein One-Way-Ticket. Willst du nur eine Strecke fliegen, kannst du deinen Rückflug einfach verfallen lassen.

Aber Achtung: Das funktioniert wirklich nur in diese Richtung. Wenn du den Hinflug nicht antrittst, verfällt nämlich meist direkt auch dein Rückflugticket.

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7. Reisen mit Nervenkitzel: Stand-By-Flüge

Stand-By ist wohl mit Abstand die günstigste Variante, zu fliegen. Es ist nicht ganz einfach, an ein Stand-By-Ticket zu kommen. Die sind heutzutage nämlich streng genommen Airline-Mitarbeitern und deren Verwandten vorbehalten (aber wenn du jemanden kennst, der jemanden kennt…). Stand-By-Tickets sind stark vergünstigte Tickets, die auf eine Strecke ausgestellt sind, nicht aber auf einen bestimmten Flug. Du marschierst mit diesem Ticket zum Schalter und meldest dich für den nächsten freien Platz an. Und dann heißt es warten. So lange nämlich, bis ein Platz frei wird. Pech also, wenn ein Flug überbucht ist, jemand in letzter Minute ein reguläres Ticket kauft oder die Strecke einfach sehr beliebt ist. Zu empfehlen sind Stand-By-Tickets daher nur für Menschen mit viel Zeit und viel Geduld.

In der ZEIT ist zum Thema Stand-By-Flüge vor einiger Zeit mal eine sehr lesenswerte Reportage erschienen, die mit den Stand-By-Träumereien ein bisschen aufräumt.

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8. Airline-Treue wird belohnt

Aktuell bietet beispielsweise Air Asia den ASEAN-Pass an, mit dem du in einem Monat zehnmal innerhalb von Südostasien fliegen kannst. Das Ticket kostet gerade einmal 148 Dollar. Dazu kommen zwar noch die jeweiligen Flughafensteuern. Dennoch dürfte das Ticket unschlagbar günstig bleiben. Wenn du vorhast demnächst nach Südostasien zu reisen und dir ein paar unkomfortable, lange Busfahrten zu sparen: Hier lohnt es sich, zuzuschlagen! Ein paar Beispiele, wie du dir geniale Reiserouten mit dem Ticket zusammenstellen kannst, bietet Air Asia auch.

Für Vielflieger außerdem interessant: Meilen sammeln. Lohnt sich für Menschen, die wirklich viel fliegen – deutlich mehr als einmal im Monat. Für alle anderen lohnt es sich eigentlich nicht. Es sei denn, du achtest auch bei der Buchung von Hotels und Mietwagen auf den Anbieter. Meilen sammeln kannst du nämlich auch bei den Partnern der Airlines – und in großen Online-Shoppingportalen. Wenn du konsequent nur bei den Partnern buchst und einkaufst, können ganz schnell einige Meilen zusammenkommen – die sich wiederum für einen Gratisflug oder ein Upgrade einsetzen lassen.

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Fassen wir also kurz zusammen: Mit dieser Liste hast du einige sehr gute Mittel an der Hand, um in Zukunft günstigere Flugtickets zu ergattern. Wenn du noch im Kopf hast, was ich dir am Anfang gesagt habe, weißt du aber auch, dass das alles nur Hilfsmittel sind. Denn die Flugpreise werden nicht nur von den Airlines gemacht, sondern sind von ganz vielen Faktoren abhängig: Angebot und Nachfrage, Politik und natürliche Ressourcen.

Es ist gut möglich, dass einer oder auch mehrere der Tipps dir manchmal keine oder kaum Ersparnisse bringen. Wenn das der Fall ist, versuche es mit dem nächsten! Und wenn du die in diesem Artikel genannten Tipps beherzigst und dir ein bisschen Zeit für die Recherche nimmst, dann hast du sehr gute Chancen, auf deinem nächsten Flug von allen deinen Sitznachbarn der- oder diejenige zu sein, die für ihr Flugticket am wenigsten gezahlt hat.

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... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

21 Kommentare

  1. Antonius

    Hi Anna,

    danke für den ausführlichen Artikel und die tollen Tipps!

    Einen Profi-Tipp habe ich noch: Preisfehler buchen. Die findet man nicht so einfach, aber verschiedene Blogs veröffentlichen immer wieder welche.

    Ich habe dazu mit Freunden einen kleinen Crawler gebaut, der Preisfehler findet und schnell & kostenlos per eMail informiert bevor der Fehler behoben oder ausgebucht ist: errorfarealerts.com

    LG

    • Hallo Antonius, danke für den Tipp. Klar, Error Fares sind super zum Sparen – allerdings nicht vorhersehbar und deshalb ungeeignet wenn man einen Urlaub plant. Meist sind sie nur sehr kurz verfügbar – und halt gerade dann nicht, wenn man gerade einen Flug zu einem bestimmten Ort sucht. Deshalb sind sie auch in diesem Artikel nicht aufgelistet. Aber wenn man sehr spontan oder sehr flexibel reisen kann, sind Error Fares eine gute Sache.

  2. Martin

    Hallo Anna,
    Du schreibst hier von den Suchmaschinen Skyscanner und Kayak… was ist mit Flugladen.de?
    Bei Skyscanner ist mir aufgefallen, dass auch hier im Verlauf der Buchung Kosten mit anfallen, also der ursprünglich günstige Ticketpreis schon nochmal in die Höhe getrieben wird…

    • Hallo Martin,

      vielen Dank für deine Anregung! Ich erhebe hier nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern stelle lediglich die Suchmaschinen vor, die ich selbst am meisten nutze. Das Problem mit den versteckten Gebühren gibt es bei allen Metasuchmaschinen, nicht nur bei Skyscanner. Die können aber in dem Fall gar nichts dafür, denn sie verweisen auf ein externes Angebot. Theoretisch ist es verboten, versteckte Gebühren aufzuschlagen, allerdings finden die Anbieter da anscheinend immer wieder Schlupflöcher.

      Liebe Grüße
      Anna

  3. Ach ja, das mit den Flügen….oft bin ich mir im Nachhinein gar nicht mehr so sicher, ob ich jetzt einen guten Deal erwischt habe oder nicht. Manchmal muss man sich ja recht schnell entscheiden, ob man jetzt bucht oder nicht…

    Zum Thema “Meilen sammeln” fand ich diesen Artikel letztens ganz interessant, der mal darstellt, wie viel diese Meilen am Ende wirklich wert sind: http://boardingcompleted.me/liesmore-das-vielfliegerprogramm-der-lufthansa/

    • Danke für diesen Lesetipp! Besonders interessant finde ich die Aussage des Autors, dass er nicht von dem Konzept überzeugt ist, mehr sparen zu können, indem er mehr konsumiert. Ich glaube, genau das ist der Punkt. Meilen sammeln lohnt sich eben nur, wenn du wirklich wahnsinnig viel fliegst (und dann ist der Witz ja eigentlich weg) oder indem du eben bei den Partnern der jeweiligen Meilen-Gesellschaft shoppen gehst. Ich glaube, wenn man das konsequent macht, lohnt es sich. Aber mir wäre das zu anstrengend. Trotzdem besitze ich eine Miles&More und eine One-World-Meilenkarte. Einen kostenlosen Flug habe ich noch nie eingelöst 😉

  4. Hallo Anna,

    eine sehr interessante Zusammenstellung.

    Da ich aus der Branche komme, hier noch ein paar Überlegungen/ Anmerkungen.

    Es gibt zwei Faustregeln für den Flugpreis. Je flexibler das Ticket ist, desto teurer wirds – und das Angebot bestimmt die Nachfrage – ganz klassisches Yield Management. Alle Flüge haben unterschiedliche Buchungsklassen (nicht Flugklassen). Für jede Klasse werden X -Plätze aufgemacht. Sieht die Airline, dass sich die Maschine füllt, werden die billigen Klassen geschlossen. Das kann zu manchen Terminen schon weit im Voraus sein – zu anderen kannst Du noch kurzfristig ein Schnäppchen finden. Dann gibt es noch Veranstalter, die für Gruppen Kontingente blocken – die dann zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder zurück gegeben werden – dann kannst Du wieder Glück haben und einen günstigen Flug erwischen, weil wieder eine günstige Klasse aufgemacht wird.

    Zum Thema Flexibilität: Billige Flüge können i.d.R. nicht umgebucht werden, es fallen sofort nahezu 100% Stornogebühren an – bei besseren Tarifen hast Du viel mehr Freiheiten.

    Bitte nicht als “Belehrung” auffassen. Ich kenns nur aus der Praxis, dass Gäste ein vermeintlich billiges Ticket gekauft haben – und es bitter bereuen, weil sie dann mit einem nicht mehr zu brauchenden Ticket dastehen.

    Viele Grüße

    Daniela

    • Liebe Daniela,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Als Belehrung fasse ich das sicher nicht auf 🙂 Im Gegenteil, danke für den Hinweis! Das Risiko, dass ein Flug nicht mehr stornierbar ist, muss man natürlich eingehen wollen – ich persönlich gehe es gerne ein und lege mich auf ein Flugdatum fest – aber wer die Buchungs- und Stornierungsbedingungen liest, weiß ja, worauf er sich einlässt.

      Liebe Grüße, Anna

  5. Wow ein richtig guter Artikel! Vor allem weil ich bei dem Suchmaschinenjungle oft nicht durchblicke…. Magst du mir verraten wie ich heraus finde wo und wie ich beim online shoppen meilen sammeln kann?

    Liebe Grüüüße
    Franzi von Beauty Cinderella

  6. Janett

    Sehr coole Tipps. Da packt mich glatt die Reiselust. Wenn man viel verreisen will und das so günstig wie möglich, dann wird man wirklich erfinderisch. Ich prüfe auch oft viele Verbindungen z.B. auch mit Bus und Bahn und bastel mir dann immer das vom Zeitaufwand und Preis für mich am besten passende Angebot zusammen. Macht irgendwie auch Spaß! 🙂

    Viele liebe Grüße
    Janett

  7. jager

    Ein Proxy verschlüsselt nichts, er leitet deine Verbindung nur über andere Server. Der Betreiber kann die Daten im Zweifel auch mitlesen. Schaut anfangs nicht tragisch aus, wird aber etwas kritischer, wenn ihr etwa Bank- oder Kreditkartendaten mit übertragen wollt…

    • Vielen Dank für deine Anmerkung – ich habe das im Text angepasst. Soweit ich weiß, leitet ZenMate den Traffic nicht nur über einen anderen Server weiter, sondern verschlüsselt die übertragenen Daten auch. Sollte dem nicht so sein, lasse ich mich gerne eines besseren belehren! Liebe Grüße! Anna

  8. Zu Punkt 6: Die Sicherheitsbestimmungen verbieten es den Airlines, mit deinem Gepäck ohne dich weiterzufliegen. Wenn du nicht weiterfliegst, zwingst du damit die Airline, das Gepäck rauszugeben. Insofern sollte das auch mit eingechecktem Gepäck möglich sein. Klar ist: Das ist nicht die feine Art, weil so was Verspätungen verursacht.

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