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Was tun in Washington DC? 8 Geheimtipps für die Hauptstadt

Ich gebe es zu. Offen und ehrlich. Ich weiß fast nichts über Washington D.C. Außer dass angeblich mindestens 80 Prozent der Bevölkerung irgendwie direkt oder indirekt für die Regierung arbeiten. 80 Prozent von 630.000 Einwohnern (diese Zahl musste ich nachschauen). Mit amerikanischer Geschichte und Politik kenne ich mich zwar ein bisschen aus. Aber trotzdem ist da diese Frage: Was hat Washington eigentlich abgesehen von Denkmälern, historischen Bauwerken und Museen zu bieten?

In weniger als einer Woche sitze ich im Flieger nach D.C. – höchste Zeit also, ein paar Informationen einzuholen. Damit ich nicht ganz unvorbereitet ankomme und mich unversehens in den Touristenströmen wiederfinde, habe ich meine Blogger-KollegInnen nach ihren Geheimtipps für Washington D.C. gefragt. Et voilà: Hier sind 8 Lieblingsorte in der Hauptstadt von den Washington-erfahrendsten Reisebloggern, die man in Deutschland finden kann!

Mandys Lieblingsort: Die U-Street

Durch die U-Street weht ein Hauch amerikanischer Geschichte. Der Stadtteil im Nordwesten Washingtons war und ist Heimat einer der größten afro-amerikanischen Communities in den USA. Mandy, die einige Monate in Washington gelebt und gearbeitet hat, verrät, was dieses Viertel zu ihrem Geheimtipp für Washington DC macht.

Mein persönliches Highlight – neben den klassischen Must-Sees der amerikanischen Hauptstadt – ist ein Viertel, das eher abseits der Touristenpfade liegt und in dem ich während meiner Praktikumszeit in D.C. Gelegenheit hatte, zu leben: Die U-Street.

Einen Abstecher in das Viertel, das sich von der 9th zur 18th Street NW zieht, kann ich jedem Washington-Besucher wirklich nur ans Herz legen – ist es doch so komplett anders als das Zentrum der Stadt: Hip, bunt, ein wenig shabby und vielleicht auch etwas schräg. Hierher kommt man jedenfalls nicht auf der Suche nach klassischen Sehenswürdigkeiten – die U-Street muss man einfach erleben!

Das einstige Zentrum afroamerikanischer Kultur lernt ihr dabei am besten auf einem Streifzug am frühen Abend kennen: Folgt den Schildern des Greater U Street Heritage Trails, der die Geschichte des Viertels und seiner afroamerikanischen Community in Bildern erzählt, bummelt durch die Straßen mit ihren historischen Reihenhäusern im viktorianischen Stil und ihren Street-Art-Gemälden, chillt im lässigen Busboys and Poets, esst im coolen Café Saint Ex Fried Green Tomatoes mit Sweet Potato Fries oder geht stilecht in DIE Institution der U-Street – Ben’s Chili Bowl.

Noch nicht genug? Dann taucht ein in das quirlige Nachtleben der Straße mit seinen berühmten Jazz-Clubs wie beispielsweise das Bohemian Caverns oder 9.30 Club und lasst euch von satten Jazzklängen durch die Nacht begleiten.

Mandy ist ein großer USA-Fan, was man ihrem Blog Travelroads sofort anmerkt. Sie möchte unbedingt einmal alle Bundesstaaten der USA besuchen.

 


 

Aylins und Stefans Lieblingsort: Ben’s Chili Bowl

Wir bleiben in der U-Street. Aylin und Stefan sind vor kurzem erst von ihrer Weltreise zurückgekommen. Während dieser Reise haben sie auch in Washington Station gemacht. Die U-Street hat es ihnen vor allem in kulinarischer Hinsicht angetan. Warum man in ihrem Lieblingsimbiss Ben’s Chili Bowl keine Kalorien zählen darf und was der Laden mit dem amerikanischen Präsidenten zu tun hat? Lies selbst!

Aylin und Stefan bloggen auf Today We Travel, sind regelmäßige Gastautoren bei den Reisedepeschen und haben für die Travel Episodes eine tolle Episode übers Nachhausekommen geschrieben.

Chili Dogs, Half Smokes und dazu ein Milkshake bestellen wir an der Bar in Ben’s Chili Bowl. “Do you want fries with that?” – “Yes!” – “Do you want cheese on your fries?” – ja, Kalorien sollte man hier lieber nicht zählen. Dafür hat man hier die einmalige Chance ein paar von Washingtons Klassikern der schnellen Küche zu probieren. Auf den Half-Smoke ist man hier besonders stolz: optisch ähnelt er dem Hot-Dog: etwas größer, irgendwie schärfer und ganz wichtig: übergossen mit Ben’s legendärem Chili. Eine schmierige, aber vor allem unheimlich leckere Angelegenheit.

Doch Ben’s Chili Bowl ist mehr als ein Schnellimbiss. Es liegt nämlich nicht nur der Duft von heißem Chili in der Luft, es weht ein Hauch von Geschichte durch das kleine Restaurant. Gegründet 1958, als in Washington noch Rassentrennung herrschte, stärkten sich hier Jazz-Legenden wie Nat King Cole oder Miles Davis, nach Auftritten auf dem “Black Broadway”, wie die U Street seinerzeit auch bezeichnet wurde. Während der Rassenunruhen von 1968 wurde die Chili Bowl zu einem zentralen Ort. Aufgrund des Ausnahmezustands erhielt man die Sondererlaubnis auch nach der Sperrstunde noch die Fritteuse anzuschmeißen. Ben’s Chili Bowl wurde ein wichtiger Treffpunkt des Stadtviertels- nicht nur für Polizisten und Feuerwehrmänner, sondern auch für schwarze Aktivisten.

Man sagt Bill Cosby habe seine zukünftige Frau mehrfach hierhin ausgeführt. Selbst Barack Obama hat es sich hier kurz nach seinem Amtsantritt schmecken lassen. Kurios: Ein Schild hinter der Kasse sagt, dass nur diese beiden Personen hier umsonst essen dürfen.

Das Restaurant befindet sich in der 1213 U Street in Northwest Washington DC. (Metro: U Street) neben dem Lincoln Theater. Für 6-9$ wird man ordentlich satt. Absolute Empfehlung!

 


 

Synkes Lieblingsort: Das Tidal Basin zur Kirschblüte

Das Tidal Basin ist ein künstlich angelegter See zwischen Potomac River und dem Washington Kanal und Teil des Potomac Park. Hier sind unter anderem Thomas Jefferson, Martin Luther King Jr. und Franklin Delano Roosevelt zuhause. Freilich nur als Statuen. Synke findet das Tidal Basin zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt am schönsten: Zur Kirschblüte. Warum das so ist und wie du die besten Fotos von der Kirschblüte in Washington machst, erklärt sie hier.

Das erste Mal war ich eher zufällig zum richtigen Zeitpunkt in Washington D.C. Klar ist der Regierungssitz der Amerikaner auch im Herbst eine Reise wert, aber im Frühjahr während der Kirschblüte ist es wirklich besonders. Gleich in Sichtweite des Weißen Hauses kann man durch ein kleines Kirschbaum-Wäldchen wandern und es stehen gefühlt in jedem Vorgarten weiße bis dunkelrosa Kirschbäume. Pinke Plakate hängen an jeder Laterne und kündigen groß das „Cherry Blossom Festival“ an.

Wirklich beeindruckt war ich, als ich am Rande des künstlichen Sees, des Tidal Basin, stand. Entlang seiner oval verlaufenden Uferböschung reihen sich 1700 japanische Kirschbäume aneinander. Spätestens dort solltest du deine Kamera zücken.

Meine Fototipps:

1. Nutze das schöne Licht der Morgenstunden zum Fotografieren. Im Vergleich zum Sonnenuntergang sind beim Sonnenaufgang auch viel weniger Menschen unterwegs, die in die Fotos laufen könnten und du bist noch frisch für die vielen blühenden Eindrücke.

2. Ich würde übrigens ein Weitwinkelobjektiv für Aufnahmen des Tidal Basin mit Kirschbäumen wählen und eine Festbrennweite wie ein 35mm oder 50mm-Objektiv für Nahaufnahmen mit Tiefenschärfe.

Der Zeitraum der Kirschblüte variiert von Jahr zu Jahr, abhängig vom Frühlingserwachen. In den zwei aufeinander folgenden Jahren meines Besuchs des Kirschblüten-Festivals in Washington D.C. war es einmal Ende März und einmal Anfang April soweit. Dieser Winter war an der Ostküste sehr lang und deshalb fiel die Kirschblüte auf Mitte April. Die Blütenvorhersage ist eine kleine Wissenschaft für sich, die man aber auf der Internetseite des National Park Service checken kann.

Synke ist immer mit ihrer Kamera unterwegs und stets auf der Suche nach tollen Fotomotiven. Auf Synke unterwegs gibt sie großartige Reise- und Fototipps.

 


 

Dunjas Lieblingsort: Die Boeing 747-151 der Northwest Airlines im National Mall Museum

Die National Mall in Washington ist nicht etwa ein Einkaufszentrum. Nein, es handelt sich um einen Park. Genau genommen, um einen riesigen Park zwischen Capitol, Lincoln Memorial und Weißem Haus. 9 der 14 Smithsonian-Museen sind hier und 24 Millionen Besucher kommen jährlich, um sich das alles anzugucken. Bei so viel Angebot kann man schnell den Überblick verlieren. Dunja hat deshalb einen ganz speziellen Lieblingsplatz in der National Mall…

Dunja bloggt auf Trip-Reports (Blog mittlerweile eingestellt) über ihre Reisen und ist – Überraschung! – ein großer Fan vom Fliegen und von Flugzeugen.

Als großer Fan des Jumbos von Boeing ist das Cockpit der 747 im National Air & Space Museum mein persönliches D.C. Highlight. Dieser Jumbo ist sogar der erste seiner Art, der an Northwest ausgeliefert wurde (1970) und war bis 1999 im Dienst. Danach wurde er als Geschenk der Airline an das Museum übergeben und steht seitdem der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Der Ort eignet sich hervorragend, um u.a. in die Geburtsstunde des Jet-Zeitalters einzutauchen. Neben der Boeing können im Museum allerdings noch zahlreiche andere Flugzeugtypen aus anderen Jahrzehnten betrachtet werden, so z.B. die Ju oder einige Messerschmitts, um nur einen Bruchteil zu nennen.

Das Museum sollte direkt am Morgen und wenn möglich auch unter der Woche aufgesucht werden. Zu diesen Zeiten tummelten sich neben uns noch andere luftfahrtbegeisterte Besucher. Familien und Schulklassen stürmten das Museum erst gegen Mittag. Durch die Lage an der National Mall ist im Anschluss ein Spaziergang zum Capitol oder dem Weißen Haus günstig.

A propos günstig: Das Museum erhebt keine Eintrittsgebühr, somit ist der Besuch kostenlos. Dies ist allerdings auch der Grund, weshalb der Besuch des Museums geplant werden sollte. Wie es bei Lieblingsorten natürlich üblich ist, steht das Museum bereits jetzt auf meiner To-Do-Liste für meinen nächsten Trip nach D.C.!

 


 

Franzis Lieblingsort: Penn Quarter in Downtown

Penn Quarter liegt im Osten von Washington und ist eigentlich ein Business-Viertel. Allerdings haben sich in den letzten Jahren immer mehr Bars, Galerien, Cafés und Boutiquen sowie Hotels angesiedelt, sodass das Viertel auch für Besucher immer attraktiver wird. Franzi hat sich dort umgeschaut und verrät, was es in Penn Quarter neben Anzugträgern zu entdecken gibt.

Mein nicht ganz so geheimer Geheimtipp für Washington D.C.: Das Stadtviertel Penn Quarter in Downtown. Penn Quarter ist eigentlich ein Business-Viertel und wird von Touristen deshalb gerne vernachlässigt. Meiner Meinung nach beherbergt dieser Ort aber ein paar echte Schätze, die ihr euch auf jeden Fall in Ruhe ansehen solltet, während Geschäftsleute rechts und links an euch vorbei hetzen.

Anders als in den meisten amerikanischen Städten gibt es in Penn Quarter keine Wolkenkratzer, keine glitzernden Glasfassaden und keine monströsen Bürotürme. Stattdessen könnt ihr euch hier richtig frei fühlen und die großartige Architektur genießen, die Downtown zu bieten hat. Viele der historischen Häuser sind wunderschön und farbenfroh restauriert und beherbergen jede Menge amerikanische Geschichte.

Besonders kann ich das International Spy Museum (800 F Street) empfehlen. Die Tour kostet $22, dauert ungefähr zwei Stunden und führt euch durch Geschichte und Gegenwart der weltweiten Spionage. Auch das Madame Tussauds hat sich in Penn Quarter niedergelassen (1001 F Street). Hier könnt ihr euch alle amerikanischen Präsidenten aus der Nähe ansehen und richtig tief in die amerikanische Geschichte eintauchen. Mein Tipp: In der Hop-On, Hop-Off-Tour von Big Bus ist der Eintritt ins Madame Tussauds ($22) enthalten.

Wenn ihr vom Sightseeing Hunger bekommt, ist Chinatown direkt um die Ecke. Hier gibt es richtig leckeres Essen zu günstigen Preisen. Eines meiner absoluten Lieblingshotels liegt übrigens auch in Penn Quarter: Im historischen Mayflower Renaissance Hotel fühle ich mich immer, als hätte sich die Zeit hundert Jahre zurückgedreht.

Franzi ist freie Redakteurin und Teilzeit-Flugbegleiterin und bloggt auf Coconut Sports. Surfen, Thaiboxen oder Yoga? Gehört für Franzi zum Reisen dazu.

 


 

Janas und Christians Lieblingsort: Adam’s Inn

Einmal bei der Adam’s Family übernachten? Jaaaa! Jana und Christian haben in Washington eine herrliche kleine Unterkunft gefunden, zentral und liebevoll eingerichtet. Aber lies selbst…

Jana und Christian bloggen auf A Tasty Hike hauptsächlich übers Wandern und leckeres Essen. Aber zu einem Road Trip in den USA sagen die beiden natürlich auch nicht nein.

Bei unserem letzten Besuch in Washington D.C. haben wir das Adam’s Inn für uns entdeckt und sofort ins Herz geschlossen! Es ist ein bisschen altmodisch eingerichtet aber eben richtig typisch amerikanisch. Im Vergleich zu vielen anderen Hotels und B&Bs, ist das Frühstück absolut köstlich und sehr ausgewogen.

Das Adam’s Inn ist wunderbar zentral gelegen und empfing uns mit unglaublich viel Wärme und Lebensfreude. Auch die direkte Umgebung ist mit seinen Bars, Cafés und Restaurants unbedingt empfehlenswert!

Bei unserem Road Trip waren wir mit dem Auto unterwegs, was in Großstädten schnell zum Problem werden kann. Umso mehr freuten wir uns, dass das Adam’s Inn einen Garagenplatz dafür anbot. Ein kurzer Fußmarsch und schon waren wir an einer U-Bahnstation von der wir ganz einfach in alle Ecken der Stadt fahren konnten.

Wir waren 2012 im Herbst in Washington. Jede andere Jahreszeit ist aber sicherlich genauso interessant. Das Adam’s Inn hat auch einen kleinen Garten mit Terrasse. Hier lässt es sich bei warmen Temperaturen ganz toll draußen in der Sonne frühstücken.

Eine Übernachtung kostet zwischen 79$ und 179$ pro Zimmer pro Nacht und es empfiehlt sich rechtzeitig zu buchen da es nur ein paar wenige Zimmer gibt. Auf jeden Fall eine tolle Alternative zu großen Hotelketten und lieblosen B&Bs.

Adresse:

1746 Lanier Place, NW
Washington, D.C. 20009
http://adamsinn.com

 


 

Chris Lieblingsort: Der National Park

Am National Park – auch National Mall genannt – kommt in Washington niemand vorbei. Aber neben Museen und tollen Fotomotiven bietet er natürlich, wie jeder Park, auch Möglichkeiten, einfach mal Pause zu machen und die Füße hochzulegen. Warum du genau das dort tun solltest, erklärt Chris.

Eigentlich ist es nur ein Park, aber irgendwie dreht sich eben alles um diesen Park. Dort findet man das weiße Haus, Lincoln Memorial, Washington Memorial und unzählige Museen – Tourizeug halt! Alles in ein paar Fußminuten zu erreichen.

Für mich bedeutet der Park aber noch viel mehr. Viele Besucher und Touristen tummeln sich dort. Symbolisch gesehen ist es, als wäre es ein Querschnitt der weltweiten Gesellschaft. Man findet jede Art von Nationalität, Religion und Rasse. Ein perfekter Ort um sich mit anderen Menschen zusammen zu setzen, Wissen zu teilen, Meinungen austauschen, zu diskutieren, andere Perspektiven und Sichtweisen kennen zu lernen.

Ich fand es großartig dort im Park zu sitzen und mich mit Freunden, Backpackern und auch Fremden zu unterhalten. Der Park an sich ist wie jeder andere. Er hat ein paar Bäume, die Schatten spenden. Es gibt ein paar Bänke im Park auf denen du dich ausruhen kannst und viel Platz, wo Kinder und Erwachsene spielen, liegen und entspannen können.

In Washington kann man Tagelang verbringen um all die kostenlosen Museen zu studieren. Viel wichtiger, als nur die Aufnahme von Informationen, ist es doch, mal Zeit, Erfahrungen und Menschen auf sich wirken zu lassen. Ich würde daher einfach empfehlen mal für ein paar Stunden die Füße zu schonen, in sich zu gehen und Erlebnisse sacken zu lassen oder eben wie oben erwähnt mit anderen darüber zu reden.

Sprich mal jemanden an! Wenn es etwas tiefgründiger werden soll, dann frage mal: „Was ist Liebe?“ oder „Was ist dein Sinn des Lebens?“ Abgedroschen?! Du wirst erstaunt sein über das Feedback von anderen Menschen.

Weltenbummler Chris hat auf seiner Weltreise seine Haare verloren – naja, nicht alle – und auch nicht, weil es so stressig war, sondern weil er so lange unterwegs war. Und weil es aus dieser Zeit immer noch so viel zu erzählen gibt, gibt er auf Globesurfer hilfreiche Tipps für alle anderen (Welt-)Reisenden.

 


 

Laurens’ Lieblingsort: Capitol Hill Books

Ich mag Buchläden, deshalb freue ich mich ganz besonders, dass Laurens einen ganz besonderen Buchladen in Washington als seinen Lieblingsplatz und Geheimtipp vorstellt. Hier stapeln sich die Bücher buchstäblich bis zur Decke. Ein Paradies für Leseratten. Bist du auch eine?

Laurens bloggt zusammen mit seiner Freundin Corinne auf Mighty Traveliers über die großen, weiten Straßen dieser Welt und die Abenteuer, die dort warten. Fernweh pur!

“Where can I find the books on American Politics?” Der Besitzer Jim: “Second door on the left, under the sink!” Ja, der Capitol Hill Books Buchladen in Washington D.C. ist not your usual bookstore!

Als Germanisten sind wir immer auf der Suche nach den besten Buchläden und sind dabei wirklich schon auf bizarre Shops gestoßen. Vor drei Jahren wollte ich noch Diplomat werden und habe deshalb ein Praktikum in der Botschaft in Washington absolviert. Das Capitol Hill Books war eins meiner persönlichen Favorites in der ganzen Stadt. Abseits der Think Tanks und Gala Events war es der perfekte Rückzugsort. Hier gibt es nämlich alle Bücher, die man sich nur wünschen kann. Das einzige Problem: einen bestimnmten Band zu finden, kann man hier wirklich vergessen!

3 Stockwerke, mindestens 5 Räume und ein sehr, sehr niedriger Keller sind bis obenhin voll mit Büchern – meistens auch noch in Doppelreihen, damit der Kunde nur die Hälfte des Angebots sehen kann. Nur Jim weiß, wo sich was befindet. Das nennt man dann wohl organisiertes Chaos.

Wer unter Klaustrophobie leidet, soll sich definitiv nicht ins Capitol Hill Books wagen. Auch Asthmatiker sollten das winzige Gebäude lieber meiden. Echte Literaturfans aber werden den Ort für seine Authentizität lieben.

Insider: Am Sonntag ist nebenan der größte Antikmarkt der Stadt und in der naheliegenden Markthalle Eastern Market kann man echte amerikanische Snacks probieren.

Übrigens: Hier findest du nochmal alle 8 Blogger-Lieblingsorte in Washington D.C. auf einen Blick. Hast du weitere Tipps für mich? Hinterlasse mir doch einfach einen Kommentar!

Geschrieben von

... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

9 Kommentare

  1. Ach, ich finds so schön…Washington ist einfach eine der coolsten Städte in den USA. Hab’s im Juni nochmal im Dienstplan 🙂 Der Artikel ist übrigens richtig toll geworden, sehr schöne Bilder! Danke, dass ich dabei sein durfte.

    Liebe Grüße
    Franzi

  2. Dunja

    Hey Anna,
    das ist eine sehr coole und tolle Zusammenfassung, vielen Dank dafür! Die U-Street hat mich jetzt richtig vom Stuhl gehauen, kaum zu fassen, dass ich das Fleckchen bisher ausgelassen habe und daher ein guter Grund, bald wieder nach D.C. zu reisen. 🙂
    P.S.: Lebenslang grün-weiß! 😉

  3. Oh, jetzt hab ich direkt wieder Washington-Fernweh… <3 Wirklich tolle Tipps sind da zusammen gekommen! Washington zur Kirschblüte fand ich auch sehr sehr schön und chillen im National Park ist immer eine gute Idee 🙂 Ins National Spy Museum will ich auch irgendwann nochmal, aber was ich mich gerade eigentlich am meisten frage: Wieso kenne ich als Leseratte den Capital Books Store nicht??! 😉 Das wird gleich mal für den nächsten Besuch notiert!

    Jetzt wünsch ich dir aber erstmal eine tolle Zeit in DC & viel Spaß beim Testen unserer Tipps liebe Anna 🙂

    Liebe Grüße, Mandy

  4. Es ist 8:49h und ich verspüre ganz plötzlich einen Heißhunger auf Chili con carne. Woran das wohl liegen mag?

    Ben´s Chili Bowl ist wirklich ein Muss für jeden Washington Besucher. Und das Tidal Basin zur Kirschblüte sollte auch jeder mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben. So viele Japaner auf einem Haufen gibt´s sonst nur in Tokyo. 😉

    Wenn ich das alles hier lese, wünsch ich mich direkt nach Washington zurück. Vielleicht wird Laurens ja doch irgendwann Diplomat und wir verbringen mehr Zeit dort, wie mir lieb ist… wer weiß? 🙂

  5. Tolle Zusammenfassung! Da bekommt ich doch glatt direkt wieder Lust nach Washington zu fahren und mir die anderen Locations anzuschauen!!! Ich wünsche dir auf jeden Fall eine unglaublich schöne Reise und bin schon ganz gespannt auf deine Berichte!!!

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