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Hawaii: Die besten Surfspots für Anfänger auf Oahu, Maui und Big Island

Hawaii gilt als Geburtsort des modernen Surfens. Nirgendwo auf der Welt brechen die Wellen so regelmäßig wie hier. Nirgends ist das Surfen so fest in der Geschichte verankert. Jahrhundertelang bewegten sich die Hawaiianer auf Brettern durch den Ozean. Kein Ort könnte sich besser eignen, mit dem Surfen anzufangen.

Nachdem ich dir in Teil 1 meiner Miniserie die Geschichte des Surfens in Hawaii erzählt habe, möchte ich dir in Teil 2 die besten Surfspots für Anfänger auf Oahu, Maui und Big Island vorstellen und die besten Spots für alle, die den Profis mal beim Training zuschauen wollen.

Hast du beim letzten Mal schon Lust aufs Surfen bekommen? Dann rate ich dir: Ab aufs Brett! Hier kommt dein Guide fürs Surfen auf Oahu, Maui und Big Island.

Auf Hawaii gibt es für alle Surfer perfekte Bedingungen. Das liegt natürlich nicht zuletzt daran, dass Hawaii aus vielen kleinen Inseln besteht, die insgesamt gesehen eine ziemlich lange Küstenlinie in alle Himmelsrichtungen haben. Und in jeder Himmelsrichtung sind die Bedingungen ein bisschen anders.

Anfänger finden an den Südküsten die besten Wellen, während es Fortgeschrittene und Könner tendenziell eher an die Nordküsten zieht. Eine Ausnahme ist Big Island: Dort brechen die Wellen im Osten und im Westen schöner als im Norden und im Süden. Damit du gar nicht erst kostbare Zeit mit der Suche nach der perfekten Bucht verschwenden musst, verrate ich dir heute die besten Surfspots auf Oahu, Maui und Big Island.

Die besten Surfspots auf Oahu

Wie die meisten Besucher wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach in Honolulu landen und nicht direkt weiter reisen. Waikiki, das touristische Zentrum von Honolulu ist zwar insbesondere in der Hauptsaison ziemlich überlaufen, eignet sich aber ganz gut, um den Jetlag zu überwinden und sich einzuleben. Da du es von keinem Hotel weit bis zum Strand hast, könntest du hier schon loslegen. Es gibt es einige Surfschulen und Shops, in denen du dir ein Brett leihen kannst. Wenn du kein Super Early Bird bist, musst du dich allerdings nicht nur am Strand, sondern auch im Wasser auf ziemlich viel Betrieb einstellen.

Tipp: Schöner ist’s im Norden. Wenn du Anfänger bist, schau unbedingt in Haleiwa vorbei. Der dortige Beach Park ist durch seine Lage südlich des Puaena Point vor den ganz großen Wellen aus dem Norden geschützt und das, was von der Kraft des Meeres in die Bucht schwappt, eignet sich perfekt für Einsteiger. Der Einstieg ins Wasser ist im Großteil der Bucht steinig. Wenn du ein Stück Richtung Puaena Point läufst, findest du allerdings einen sandigen Einstieg und kannst auf Riffschuhe verzichten.

Oahu: Hier trainieren die Profis

An der North Shore reiht sich ein berühmter Surfspot an den anderen. Waimea Bay, Banzai Pipeline oder Sunset Beach. Du brauchst noch nicht einmal außerordentlich viel Glück haben, um hier Profis beim Training zu entdecken. Diese Stellen sind so gefährlich, dass du dich selbst als fortgeschrittener Surfer ziemlich in Bedrängnis bringen würdest, wenn du dich einfach so in die Wellen stürzt. Ein extrem flaches Riff, schwierige Strömungen und schnelle Wellen fordern geballtes Können.

Natürlich kannst du auch gleich im Winter zum Vans Triple Crown of Surfing kommen, einem der bekanntesten Surf-Wettbewerbe der Welt. Im November und Dezember tritt hier die Weltelite gegeneinander an.

Must-See: Der Triple Crown of Surfing an der Nordküste von Oahu

Kitesurfen: Wenn du Kiten oder Windsurfen lernen willst, solltest du an die Ostküste von Oahu fahren. Kailua bietet beste Bedingungen sowohl zum Zuschauen als auch zum Surfen.

Die besten Surfspots auf Maui

Maui ist ein Surferparadies aus dem Bilderbuch. Nirgends sonst ist der Surfer-Spirit so stark wie auf der zweitgrößten Insel. Hier scheinen alle nur das Thema Wellenhöhen und Swell zu kennen. Bekannt ist Maui bei Surfern vor allem für zwei Orte: Ho’okipa, den wohl berühmtesten Windsurfspot der Welt, und Jaws.

In Jaws erreichen die Wellen nach einem ordentlichen Wintersturm über dem Pazifik eine Höhe von bis zu 20 Metern und dazu eine Geschwindigkeit von fast 50 Stundenkilometern. Eine Gelegenheit, auf die viele Surfer geradezu warten. Die allermeisten lassen sich mit dem Jetski in diese höchsten Wellen ziehen, weil sie mit reiner Muskelkraft fast unbezwingbar sind.

Must-See: Monster-Wellen in Jaws

Für Anfänger eignen sich die Orte Kihei und Lahaina. Perfekte Bedingungen gibt es südlich des Kamehameha Iki Parks in Lahaina. Dort haben sich auch einige Surfschulen angesiedelt, unter ihnen die Maui Surf Clinics, bei der ich selbst meine ersten Versuche auf dem Brett unternommen habe und die ich auf jeden Fall sehr empfehlen kann.

Die besten Surfspots auf Big Island

Im Gegensatz zu Maui und Oahu ist Big Island eher für seinen aktiven Vulkan und seine unglaubliche klimatische Vielfalt bekannt. Die größte Insel hat zwar auch die längste Küstenlinie, aber nur wenige Orte, die sich auch für Anfänger eignen. Die Küste ist rauer und das Riff ist noch viel jünger als auf den anderen Inseln. Deshalb ist es uneben und schwer einzuschätzen und die Einstiege ins Wasser sind fast überall schwieriger.

Am besten für Anfänger geeignet sind die Buchten rund um Kailua-Kona, speziell Kahalu’u Bay. Kahalu’u ist eine kleine Bucht südlich vom Stadtzentrum von Kailua-Kona, die aber meist nicht unbedingt überfüllt ist und in die die Wellen sehr regelmäßig herein rollen. Wer’s etwas höher mag, surft von weiter draußen, wer lieber kleine Wellen reitet, probiert’s aus Strandnähe. Ein Surfbrettverleih ist direkt gegenüber an der Straße. Der Einstieg ist steinig und die Bucht ist recht flach. Riffschuhe sind angebracht.

Noch ein Stück weiter Richtung Stadtzentrum befindet sich der White Sands Beach, der auch Magic Sands Beach genannt wird, weil er mal größer, mal kleiner ist – immer aber um einiges kleiner als der imposante Name vermuten lässt. Die flache, sandige Bucht ist bei Bodyboardern sehr beliebt. Wenn du dich (noch) nicht ans Surfen traust, ist das der ideale Ort für dich!

Welche Surfspots kannst du auf Hawaii empfehlen?

Übrigens: Hier gehts zu Teil 1 – Auf den Spuren des Duke: Eine kurze Geschichte des Wellenreitens auf Hawaii. Jetzt lesen!

Auch ein wichtiges Thema beim Surfen: Haiangriffe. Mehr dazu kannst du bei Surfnomade lesen: Na wie beißen sie denn? Was Surfer über Haiangriffe wissen sollten

Wenn du mehr über Hawaii wissen möchtest, empfehle ich dir diese beiden Artikel:

Individuell nach Hawaii: So gelingt die Urlaubsplanung
Hawaii: Das kostet der Urlaub im Paradies

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... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

4 Kommentare

      • Michi

        Hi Anna! Ich möchte dieses Jahr nach maui fliegen um zu surfen. Könntest du mir ein paar gute Empfehlungen geben? Am besten Austausch per Email?
        Grüse Michael

      • Hallo Michi,

        in meinen Artikeln zum Thema Hawaii findest du ja schon eine Menge Tipps. Wenn du dennoch Fragen hast, die da nicht beantwortet werden, dann schreib mir am besten mal eine Mail.

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