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Auf ein Wort mit Ana, Kuna-Indianerin

Ana, eine Kuna-Indianerin, verkauft Molas. Sie steht auf der Strandpromenade in Panama-Stadt, die zum Französischen Platz führt und wartet auf Touristen. Sie spricht kein Englisch, versteht aber vieles. Ihre Antworten gibt sie auf Spanisch, bezahlen lässt sie sich in US-Dollar. Die bringt sie am Ende eines jeden Tages zurück in ihre Gemeinde im Osten von Panama-Stadt.

Ana, eine Kuna-Indianerin, verkauft Molas auf dem Französischen Platz in Panama Stadt.

Die farbenfrohen Stoffstücke, die Ana verkauft, sind das sicherste Einkommen der Kunas, bei denen Frauen die Oberhäupter der einzelnen Gemeinden bilden – zum Teil, weil eben sie es sind, die den Lebensunterhalt verdienen, indem sie Molas herstellen und verkaufen. Wer sich mit Patchwork auskennt, kennt meist auch Molas. Die Stoffquadrate werden gefertigt aus eine bestimmten Anzahl gleich großer Stoffstücke, künstlerisch eingeschnitten und bestickt. Kuna-Indianerinnen tragen die traditionellen Stoffstücke auf ihren Gewändern.

Ana und ihre weiblichen Verwandten brauchen Stunden, bis eine Mola fertig wird. Sie verkaufen sie zu einem geradezu lächerlich niedrigen Preis – zumindest in den Augen eines europäischen Touristen: Ein 50×50 Zentimeter großes Stück kostet etwa zehn Dollar. Die allerdings sind für eine Kuna-Familie eine Menge Geld.

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... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

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