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Unterwegs auf Maui: 5 Lieblingsplätze an der Road to Hana

An der Road to Hana gibt es genug Sehenswürdigkeiten für eine ganze Woche. Wasserfälle und Wanderwege, natürliche Pools und Regenwald, botanische Gärten und wilde Küsten. Wenn du, wie die meisten Besucher, nur für einen Tag im Osten Mauis unterwegs bist und nicht vorhast, in Hana zu übernachten, wirst du lange nicht alles sehen können, das du gerne sehen möchtest.

Such dir am besten vor der Abfahrt schon ein paar Orte heraus, die du unbedingt besuchen möchtest und nimm dir dann Zeit, diese Orte zu erkunden. Um dir die Auswahl zu erleichtern, stelle ich dir heute meine 5 Lieblingsplätze an der Road to Hana vor. Mit Sicherheit ist da auch was für dich und deinen nächsten Roadtrip dabei.

Riesige Eukalyptusbäume gibt es im Ke’anae Arboretum zu bestaunen.

1. Ke’anae Arboretum

Dieser übersichtliche botanische Garten liegt etwa eine halbe Meile hinter Mile Marker 16 auf der rechten Seite. Er kostet im Gegensatz zu den anderen botanischen Gärten entlang der Road to Hana keinen Eintritt und ist auch deutlich kleiner. Trotzdem lohnt sich ein Spaziergang inmitten der riesigen, bunten Eukalyptusbäume, unzähligen Palmen und vorbei an goldenem Bambus und knallbunten Blütenstauden. Der Parkplatz liegt kurz hinter dem Eingang zum Arboretum auf der linken Seite, direkt in einer scharfen Linkskurve und ist leicht zu übersehen. Halte die Augen offen: Ein kleines Tor und ein schmaler Weg führen auf der rechten Seite der Straße in den botanischen Garten.

Wenn es vor kurzem stark geregnet hat, werden die Three Bears Falls zu einem einzigen, riesigen Wasserfall.

2. Three Bears Falls

Mit Sicherheit einer der schönsten Wasserfälle der ganzen Küste. Die Three Bears-Fälle auf Höhe von Mile Marker 19.5 sind zwar nicht besonders hoch, aber dafür mächtig – vor allem wenn es gerade geregnet hat. Direkt an der Brücke gibt es nur sehr wenige Parkplätze. Wir haben unser Auto einfach etwa 200 Meter weiter in einer Einbuchtung am Straßenrand geparkt. Die Wasserfälle sind von der Straße aus zwar gut zu sehen. Aus der Nähe wirken sie aber noch beeindruckender. Mit Blick auf die Three Bears Falls ist auf der linken Seite des Brückengeländers ein Abstieg. Über eine Holzleiter geht es nach unten – dann weiter über Stock, Stein und Wasser bis zum Pool. Zieh am besten bequeme, rutschfeste Schuhe an, die auch mal nass werden dürfen – und vergiss die Badesachen nicht!

In manchen Nächten schimmern die Wände dieser Höhle im Wai’anapanapa State Park rötlich. Der Legende nach soll der rote Schein vom Blut einer Prinzessin kommen, die hier ermordet wurde. In Wirklichkeit wird er von Shrimps verursacht, die in der Höhle leben.

3. Wai’anapanapa State Park

Hier gibt es Toiletten und Getränkeautomaten, einen Campingplatz und wunderschöne Wanderwege entlang der steilen Lavaküste. Dazwischen schwarze Strände, Höhlen und Lavatunnel, die in manchen Nächten rot leuchten, weil dort eine spezielle Shrimps-Art zuhause ist. Der Wai’anapanapa State Park ist sowohl für eine kurze Strandpause gut als auch für ausgedehnte Wanderungen. Die Honokalani Road führt kurz hinter Mile Marker 32 zur Küste. Auf dem Weg gibt es einige Obststände – versuch mal die Lilikoi! Wenn du Passionsfrüchte magst, wirst du dich wie im Himmel fühlen. Und lass dich nicht davon abschrecken, wenn die Schale gelb-bräunlich und runzelig ist. Dann sind sie am besten.

Mittagessen bei Prahnee’s and Nutcharee’s: Blick auf den Garten. Dort gibt’s auch Sitzgelegenheiten (und Mücken).

4. Pranee’s & Nutcharee’s Thai Food

Keine Frage: Pranee und Nutcharee sind mit Abstand die besten Thai-Köche auf ganz Maui. Ihr Restaurant ist eigentlich ein Take-Away, aber es gibt auch einige Tische im tropischen Garten und in einem Pavillon neben der Küche. Spezialität des Hauses ist das Panang Curry mit Ahi – ganz frisch gefangenem, innen noch rohem Thunfisch. Das Restaurant liegt in der Uakea Road 5050, etwas unterhalb der Schule und des Football-Feldes. Der selbstgemachte Eistee schmeckt genau wie in Südostasien.

Der Waimoku-Wasserfall.

5. Ohe’o Gulch

Hinter Hana stellt sich allen Besuchern unweigerlich die Frage: Weiterfahren oder zurück? Der Rückweg durch den Süden um den Haleakala herum ist wenige Kilometer länger, aber wer nicht wenigstens ein Stück auf dem Highway 31 weiterfährt, hat sowieso definitiv etwas verpasst. Ohe’o Gulch, auch bekannt als Region Kipahulu, wartet mit spektakulären Wasserfällen und einer ganzen Reihe glasklarer, natürlicher Pools auf. Mit dem Pipwai Trail liegt hier, wenige Kilometer hinter Hana, sogar die schönste Wanderung der ganzen Ostküste. Ohe’o Gulch ist der südliche Einstieg in den Haleakala National Park. Der Eintritt kostet 10 Euro pro Auto. Der Einstieg in die 6-Kilometer-Wanderung liegt kurz hinter dem Visitor Center und der Weg führt nach der Überquerung des Highways den Berg hinauf, vorbei am spektakulären Makahiku-Wasserfall hin zum 122 Meter hohen Waimoku-Wasserfall. Highlight der Wanderung: Das letzte Stück führt durch einen dichten Bambuswald, in dem es schon Stunden vor Sonnenuntergang unheimlich finster wird. Auch hier ist festes Schuhwerk sinnvoll – hin und wieder sucht das Wasser sich einen Weg über den Wanderpfad.

Geschrieben von

... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

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