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Montmartre, Paris: Eine Nachtaufnahme

Das Montmartre ist einer meiner liebsten Flecken von Paris. Ich bin da allerdings nicht die einzige. Scharen von Touristen zieht es jeden Tag in das charmante Künstlerviertel, das nach dem gleichnamigen Hügel im Norden von Paris benannt ist. Sie flanieren durch die engen Gässchen, vorbei an kleinen Boutiquen und Gallerien, schlürfen Austern und Rotwein in einem der unzähligen Restaurants und versuchen sich in Pariser Lebensart. Das Montmartre solltest du bei deinem nächsten Parisbesuch auf jeden Fall auf dem Schirm haben.

Herzstück des Montmartre: Die Basilika Sacré Coeur

Sacré Coeur ist eine katholische Wallfahrtskirche. Mit ihrem nicht zu übersehenden Kuppeldach thront sie ganz oben auf dem Hügel. Darunter breitet sich das Stadtviertel Montmartre aus. Auch wenn du dich nicht sonderlich für Kirchen interessierst, lege ich dir den Besuch ans Herz. Komm am besten Abends. Dann nämlich füllen sich die Treppenstufen unterhalb der Basilika mit Leben. Dort wird getrunken, getanzt, gelacht, geredet.

Unter den Parisern ist das sehr beliebt, und auch die paar dutzend Touristen, die nicht zwischen unzähligen Gängen von Austern und Käse in einem Restaurant steckenbleiben, genießen die Atmosphäre. Wann immer das Wetter gut ist, sind die Treppen belagert von jungen und junggebliebenen Menschen, die hier feiern.

Getränke kann man entweder selbst mitbringen oder  bei einem der vielen Straßenverkäufer kaufen, die auch zwischen den Feierwütigen umherlaufen. Man sollte allerdings unbedingt etwas in der Hand haben, denn sonst werden die Verkäufer ein wenig aufdringlich. Ganz wichtig: Den Preis verhandeln! Wer große Menschenansammlungen meiden will, kommt am besten unter der Woche, um aus 130 Metern Höhe die Aussicht über die gesamte Stadt zu genießen – Eiffelturm eingeschlossen, versteht sich.

Lass dich porträtieren

Das klingt jetzt völlig kitschig und klischeebehaftet, ich weiß. Aber das Montmartre ist nunmal das Künstlerviertel schlechthin. Hier triffst du überall auf Straßenmaler, die ihre Werke an Touristen verkaufen. Und natürlich triffst du auch überall die eifrigen Maler, die dich porträtieren wollen.

Achtung: Diese Maler können nicht immer so gut malen wie ihre Beispiele vorgeben. Geh auf Nummer sicher und schau dir an, wie sie einen anderen Besucher zeichnen. Die schönen Porträts von Prominenten, die sie als Werbung für sich nutzen, sind nämlich im besten Fall von einem Foto abgezeichnet. Und wer schonmal ein Porträt gemalt hat, weiß, dass es wesentlich einfacher ist,  die Gesichtszüge eines Leonardo DiCaprio auf Papier nachzuzeichnen als die Gesichtszüge eines sich bewegenden Menschen. Auch bei den Malern ist Handeln übrigens erlaubt.

Geschrieben von

... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

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