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Anemina Travels wird 5 – und ihr kriegt die Geschenke!

Kann mal bitte jemand ein Geburtstagslied anstimmen? Anemina Travels wird 5 Jahre alt! In Worten: FÜNF! Weil das so schön ist, werde ich, nachdem ich auf veröffentlichen gedrückt habe, mit dem Mini-Abenteurer durch die Wohnung tanzen, mit dem Mann einen alkoholfreien Sekt trinken und zur Feier des Tages Kuchen ohne Ende essen.

Für euch gibts derweil einen Rückblick auf fünf Jahre bloggen (den ich schon vor dieser Einleitung fertig geschrieben habe) mit ein paar lustigen Bildern aus den Anfangstagen von Anemina Travels und, weil zu einer ordentlichen Geburtstagsfeier auch Geschenke gehören, mit einer großen Geburtstagsverlosung für euch (alle Gewinnspiele sind mittlerweile beendet).

5 Jahre bloggen: Ein Rückblick

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal gereist bin, ohne mindestens ein paar Bilder auf Instagram zu posten. Ich weiß nicht, wann oder wo ich mir mal keine Notizen gemacht habe, um sie später zu Geschichten zu machen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Urlaub gemacht und komplett abgeschaltet habe.

Ich will das nicht bewerten. Es ist eine Tatsache, die damit einhergeht, dass ich diesen Blog schreibe. Und ich möchte, dass ihr das wisst, bevor ich auf mittlerweile 5 Jahre reisebloggen zurückblicke.

Wie alles begann

Anfang 2013 steckte ich gerade mitten in meinem Zeitungsvolontariat. Journalistin wollte ich werden, seit ich denken kann, und das Volontariat zu bekommen war damals eine Riesensache. Aber irgendwie lief vieles nicht so wie gehofft.

Statt große Geschichten zu recherchieren und über Themen zu berichten, die mich interessierten, lief ich eher von Termin zu Termin und schrieb über lokalpolitische Empfänge & Ortstermine mit Bürgermeistern oder Verbänden, und verbrachte Monate am Newsdesk, wo ich gar nicht schrieb, sondern nur Seiten zusammenbaute.

Ich kam abends öfter mit schlechter Laune nach Hause als mit guter. Ich war frustriert. An einem arbeitsfreien Sonntag, an dem ich sonst einfach nichts zu tun hatte, eröffnete ich einen Blog und wählte als Thema das Reisen, denn das war etwas, was ich gerne und oft tat. Nachdem ich ein paar Geschichten aufgeschrieben hatte, stellte ich den Blog online.

Mein erster Artikel war dieser – und wenn ich ihn heute lese, muss ich schon etwas schmunzeln. Viel zu kurz! Nicht ein bisschen Suchmaschinen-freundlich! Viel zu wenig Bilder!

Ich schrieb Geschichten, die ich erzählen wollte – und es gab Menschen, die lasen, was ich schrieb. Am Anfang waren es noch wenige, aber je länger ich dabei blieb, desto mehr wurden es. Ich verbrachte Stunden damit, CSS und PHP zu lernen, änderte immer wieder das Design des Blogs, bis ich zufrieden war.

Ich habe nicht angefangen, meine Geschichten mit dem Internet zu teilen, weil ich Geld damit verdienen oder andere beeinflussen wollte. Ich wollte einfach erzählen und meine Leser zum Reisen inspirieren. Tatsächlich sind mittlerweile viele an dem interessiert, was ich erzähle.

Fast 20.000 Menschen besuchen im Monat meinen Blog. Wenn ich meine Besucherzahlen sehe, denke ich oft: Wow, einfach unfassbar! Aber der kleine gemeine Zwerg in meinem Kopf, der mich gern mit anderen vergleicht, sagt dann auch manchmal, dass das verglichen mit anderen Blogs und bei 5 Jahren ja nicht wirklich viel ist.

… und irgendwann hatte ich das richtige Design gefunden. Seitdem ist zumindest das Theme das gleiche – und trotzdem ändere ich immer wieder Kleinigkeiten.

Mein Blog, mein Zuhause, meine Regeln

Das Internet ist ein mieses Stück. Ständig sagt es dir: Hey, da sind ganz viele Leute, die machen das besser als du. Der eine hat mehr Leser als ich. Die andere hat aktivere Leser als ich. Der schreibt anders. Die macht schönere Fotos. Und dann sitze ich da und schaue meinen Blog an und denke: scheiße, du bloggst besser als ich.

Ich hasse das Bloggen, wenn ich einfach keine Ideen habe, obwohl ich mir extra Zeit genommen habe, um zu schreiben. Ich hasse das Bloggen, wenn ich mich mit anderen vergleiche. Ich hasse das Bloggen, wenn Menschen mir herablassende Kommentare schicken. Die zu ignorieren ist leider oft viel leichter gesagt als getan.

Aber wenn ich eins gelernt habe in diesen 5 Jahren, dann das: Don’t compare yourself to others on the internet. Vergleichen macht unglücklich. Sei stolz auf das, was du hast.

Natürlich überwiegen die tollen Sachen, sonst wäre ich garantiert nicht 5 Jahre dabei geblieben. Ich liebe das Bloggen, wenn eine Artikelidee plötzlich aus dem Nichts auftaucht und aus meinen Fingern in die Tastatur fließt. Ich liebe es, wenn liebes Feedback kommt. Ich habe Menschen kennengelernt, die heute meine Freunde sind. Ich wurde zu Radiointerviews eingeladen, vor denen ich so richtig Schiss hatte und gezwungen, meine Angst vorm Rampenlicht zu überwinden.

Und wenn ein Artikel nur von 10 Menschen gelesen wird, ich diesen 10 Menschen aber damit weiterhelfen kann, dann hat es sich schon gelohnt, den Artikel zu veröffentlichen.

Auch in meinem Job hat sich seitdem viel getan: Ich arbeite heute als Reisejournalistin und kann auch in der Zeitung die Geschichten erzählen, die ich gerne schreibe. Mit beidem habe ich mir einen absoluten Traumjob aufgebaut.

Dieser Traumjob sieht in echt etwas anders aus als auf den Fotos, die ich auf Instagram poste. Auch das muss mal gesagt werden. Bis ein tolles Foto entsteht, vergeht jede Menge Zeit. Erst muss da die Idee sein, dann kommt die Umsetzung, das richtige Arrangement, das richtige Licht.

Nur ganz selten entstehen richtig gute Fotos ganz spontan, oft steckt viel mehr Arbeit dahinter als man so denkt. Und auch in den Artikeln steckt viel Arbeit und viel Zeit. Ich habe in den vergangenen 5 Jahren manchmal mehr Zeit mit meinem Blog verbracht als mit meinem Mann.

Wenn wir abends zusammen auf dem Sofa saßen, tippte ich nebenbei Texte, beantwortete Kommentare und Emails, schrieb Destinationen und PR-Firmen an, um ihnen Ideen für Kooperationen vorzustellen, die auch meinen Lesern etwas bringen, bearbeitete Bilder oder bastelte am Aussehen meines Blogs.

Mittlerweile sind wir nicht mehr nur zu zweit, sondern zu dritt. Deshalb ist es hier und vor allem auf meinen Social-Media-Kanälen in den letzten Wochen ruhig gewesen.

Mein Sohn fordert meine volle Aufmerksamkeit, und die will ich ihm auf gar keinen Fall vorenthalten. Gearbeitet wird vorerst nur während des Vormittagsschlafs – wenn ich da nicht Wäsche wasche, Essen koche oder selber schlafe.

Eins aber ist sicher: 5 Jahre Anemina Travels sind eine lange Zeit und ich freue mich riesig, das heute mit euch zu feiern. Und ich werde bestimmt nicht aufhören, zu bloggen. Auf 5 weitere Jahre! Mindestens.

Und jetzt gibt’s Geschenke!

Was darf auf einer ordentlichen Geburtstagssause nicht fehlen? Genau, die Geschenke. Und die bekommt ihr!

Dafür habe ich mir ein paar großartige Sponsoren ins Boot geholt, die euch in den nächsten acht Tagen acht tolle Geschenke zur Verfügung stellen. Was es ist, verrate ich jeden Tag an dieser Stelle – es lohnt sich also, wieder zu kommen. Natürlich dürft ihr euren Namen für jedes Geschenk in den Lostopf werfen!

So viel sei schonmal verraten: Es sind alles Dinge, die ich selbst besitze und ganz großartig finde. Weil das so ist, können die Beschreibungen der Artikel Spuren von Werbung enthalten, aber freiwillig und nicht bezahlt.

Bitte beachtet die Teilnahmebedingungen unter den jeweiligen Artikeln.

Geburtstagsgeschenk 1: Ein Paar Wanderschuhe von Teva (beendet)
Geburtstagsgeschenk 2: Ein Armband von Dreilettercode (beendet)
Geburtstagsgeschenk 3: 2×2 Karten für die International Ocean Film Tour (beendet)
Geburtstagsgeschenk 4: Zwei Poster von Bold Tuesday (beendet)
Geburtstagsgeschenk 5: Reisetagebuch und Pin von Gretas Schwester (beendet)
Geburtstagsgeschenk 6: Ein Fotokurs von 22places (beendet)
Geburtstagsgeschenk 7: Zwei Schlafmasken von Ööloom (beendet)
Geburtstagsgeschenk 8: Ein Buchpaket von MairDumont (beendet)

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Geschrieben von

Bloggerin und Autorin Anna Röttgers Reiseblog Anemina Travels Avatar
... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

19 Kommentare

  1. Michail

    Wow, einfach nur klasse.
    Herzlich alles Liebe und Gute zum 5-jährigen. Ich finde es sehr schön was du machst. Deine Geschichte hat mich wirklich sehr berührt und zum Weinen gebracht. Vor allem die Tatsache, dass du mit Herzblut daran arbeitest und mit deiner Arbeit und deinen wertvollen Tipps sehr vielen Menschen hilfst. Und herzlichen Glückwunsch für die Geburt deines Sohnes, auch wenn es schon etwas länger her ist :-).
    Lass dich niemals unterkriegen und mache einfach weiter. Wir stehen alle zu 100 % hinter dir und lesen sehr gerne deine Geschichten.

    Ich wünsche dir und deiner neuen kleinen Familie weiterhin alles Liebe und Gute :-).

    Vielen Dank für alles.

    Liebe Grüße,
    Michail

  2. Hofmaus

    Herzlichen Glückwunsch zum 5. Geburtstag! Das ist ganz toll, was Du auf die Beine gestellt hast. Da musst Du Dir nicht bange machen beim Vergleich mit anderen. Mach weiter so! Auch wenn Du jetzt – verständlicherweise – andere Prioritäten hast. Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten 5 Jahre und mehr…

  3. Herzlichen Glückwunsch! Und ich finde es ja dann doch recht erstaunlich, dass Leute wie Du sich echt vergleichen. Dein Weg scheint mir immer so selbstsicher zu sein und so “Du”, dass ich das gar nicht gedacht hätte. Und die Unsicherheiten hast Du doch wirklich nicht nötig. Ich finde, Du bereicherst die Boglandschaft auf Deine Art & Weise und das ist toll und ja, da schau bitte nicht so sehr nach rechts und links – oder schau, aber lass Dich da nicht von Deinem Weg abbringen. Das wäre mein Wunsch für Dich für die nächsten 5 Jahre. 😉

    LG /inka

  4. Hallo liebe Anna,

    ich wünsche dir alles Liebe zu deinem Blog-Geburtstag. Krass wie sich dein Blog in fünf Jahren gemausert hat! Und im Ernst, fünf Jahre sind keine Zeit, für das, was du da auf die Beine gestellt hast. Das schaffen andere in 100 Jahren nicht. Insofern kannst du mehr als stolz auf dich sein.

    Ich kann mich noch an einen der ersten Blogposts erinnern, den ich auf Anemina Travels gelesen habe. Es ging darum, dass man für den Blog und das Reisen eben nicht Hals über Kopf alles hinschmeißen muss – Job kündigen und „den großen Traum leben“. Da war endlich mal jemand, der mit beiden Beinen im Leben steht. Keine Traumtänzerin, die Anleitungen zum Glücklichsein verteilt. Jemand, der bedacht und auf realistischen Wegen versucht, das zu tun, was ihr Spaß macht. Dass du Spaß daran hast, das merkt man. Und dass es auch so klappen kann, das zeigt Anemina Travels.

    Dafür danke ich dir.

    Liebe Grüße,
    Claudi

  5. Carina

    Woop woop!
    Herzlichen Glückwunsch zum Blogoläum – Deine Geschichten haben mich unzählige Male von der Arbeit abgehalten (und das ist kein Vorwurf, sondern ein dickes Lob).

  6. Liebe Anna!
    Herzlichen Glückwunsch zum 5-jährigen! Wahnsinn, das ist ja eine halbe Ewigkeit.
    Ich würde mit den Schühchen ganz Bodenständig im schönen Harz wandern gehen. Da kommt mein kleiner Mann dann auch schon nach .
    Liebe Grüße, Saskia

  7. Ich lese Dich seit Jahren. Nicht jeden Artikel, weil ich auch gar nicht alles angezeigt bekomme. Aber immer wieder ploppt was auf und dann lese ich mich jedesmal fest, weil Du so toll schreibst. Herzlichen Glückwunsch zu Deinen fünf Jahren. Und herzlichen Glückwunsch zu eurem Sohn. Ich bleib Dir treu und freu mich auf alles, was da kommt. Alles Liebe, Deine Svenja

  8. Susanne

    Herzlichen Glueckwunsch!!! 🙂 Ich freue mich ja immer wieder wenn der Newsletter kommt. Dein Blog ist einer der wenigen Blogs, die ich noch regelmaessig lese!

    Alles Liebe!

  9. Hallo Anna, wow! Du schreibst toll und deine Geschichten sind absolut lesenswert – da haben sich die fünf Jahre gelohnt … Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Anemina Travels!
    Wir stecken mit 5-reisende.de noch in den Kinderschuhen – gerade mal ein paar Wochen lang gibt es unseren Familien-Reiseblog jetzt. Wie du auch verreisen wir neben Schule, Uni und Vollzeitjob. Besonders in dem “don’t compare yourself to others on the internet”-Absatz haben wir uns gut wiederfinden können – damit hast du vollkommen recht.
    Das ist ja gerade das großartige: Sieben verschiedene Reiseblogs können das gleiche Ziel unter völlig unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und zusammen ergibt sich dann ein Bild … Wir bleiben auf jeden Fall an dir dran und schauen immer mal wieder gerne hier rein!
    Liebe Grüße,
    Linda von 5 Reisende

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