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Alles neu macht der Januar | Der Jahresrückblick

Vielleicht war 2017 das bislang aufregendste Jahr meines Lebens. Ich war nicht in der Antarktis und nicht am Nordpol, obwohl ich beides unheimlich gern mal sehen würde, und auch nicht an irgendeinem anderen, super ausgefallenen Reiseziel. Überhaupt: So viel wie letztes Jahr bin ich lange nicht gereist. Trotzdem waren die vergangenen zwölf Monate für mich wahnsinnig spannend, und das hat vor allem mit einer Sache zu tun: Ich werde in Kürze Mama. Weil es jetzt jederzeit so weit sein kann, kommt der Jahresrückblick dieses Jahr ein bisschen früher als sonst.

Ein Rückblick, viele Pläne, ein neues Teammitglied und warum sich jetzt vielleicht alles ändern wird. Und vielleicht auch nicht.

Der Rückblick

Reisetechnisch war das Jahr zwar etwas kürzer als sonst, aber nichtsdestotrotz wunderbar. Direkt im Januar ging es ins winterliche Oregon und ich habe mit Portland eine herzallerliebste neue Lieblingsstadt gefunden, die ganz sicher schwer bis gar nicht von ihrem Thron zu stürzen sein wird.

Im Februar habe auch ich es endlich zum ersten Mal in meinem Leben nach New York geschafft. Richtig gelesen, ich war vorher tatsächlich noch nie dort. Soll ja so Leute geben. Auf Presse-Einladung der Broadway Collection habe ich mich dort hauptsächlich in diversen Theatern aufgehalten – was großartig war – sonst aber nur wenig von der Stadt gesehen. Vielleicht war das auch der Grund, warum der Funke einfach nicht überspringen wollte.

New York und ich, das ist nichts, nee. Auch eine Erkenntnis.

Nach dem jährlichen Snowboard-Urlaub, dieses Jahr in Warth-Schröcken, ging es in die Flitterwochen nach Sri Lanka und auf die Malediven. Erst auspowern im Surfcamp, dann entspannen an weißen Puderstränden unter Palmen, mit eigenem Meerzugang vom Bungalow aus, Cocktails rund um die Uhr und der herrlichsten Unterwasserwelt.

So ein Leben hätte ich gerne immer. Hach ♥

Mit den Cocktails war es kurze Zeit später allerdings aus. Bei einer Wanderung im Pfälzer Wald habe ich schon irgendwie gemerkt, dass etwas anders ist. Mein Gefühl sollte mich nicht täuschen. Wenige Tage später hielt ich einen kleinen weißen Teststreifen mit zwei rosafarbenen Linien in der Hand: Schwanger!

Und ich war richtig froh, dass meine für diesen Zeitpunkt eigentlich geplante Wanderpressereise nach Jordanien kurzfristig abgesagt worden war und ich zu Hause bleiben konnte, um das Wunder und die Vorfreude und die Aufregung mit dem Mann zu teilen und unser neues Glück gemeinsam zu genießen.

Wandern war ich dann trotzdem noch, im Mai mit einem Teil der Familie im Alpbachtal in Tirol, und aktiv ging es sowieso erstmal weiter. Im Juni war ich in Nordirland – und stand dort sogar mit noch kleinem Babybäuchlein zum vorerst letzten Mal auf dem Surfbrett (Fotos davon gibt es leider nicht).

Und dann flogen der Mini-Abenteurer und ich auf eine weitere Pressereise nach Litauen.

Im Anschluss ging es mit der Bahn einmal quer durch Deutschland zu Schwester, Mama und Oma, die bald zum ersten Mal Tante, Oma und Uroma sein würden, und dann war ich für Anemina Travels unterwegs, zum Kanufahren in Leipzig. Wasserwandern im Neuseenland war zwar anstrengend aber auch unfassbar lohnenswert – genau wie die Stadt Leipzig an sich.

Ende August schließlich waren der Mann und ich campen in Frankreich. Nach unseren vielen Fernreisen hatten wir uns für dieses Jahr die französische Atlantikküste vorgenommen und die Anreise dorthin mit einem wunderschönen kleinen Roadtrip durch Frankreich verbunden – unserer vorerst letzten Reise zu zweit.

Denn trotz absolut unkompliziert verlaufender Schwangerschaft mit viel Power und so gut wie keinen Problemen hatte ich danach das Bedürfnis, zu Hause zu bleiben und alles für den Einzug des Minis vorzubereiten. Sehr zur Freude von Neli, die für mich ins Trentino reisen durfte.

Ich bin nicht unbedingt bekannt dafür, lange die Füße stillhalten zu können – und mich treibt es längst schon wieder in die wilde weite Welt, zumindest in Gedanken. Oh, wie sehr ich mich darauf freue, dem Dezemberbaby diese Welt zu zeigen! 

Ausblick: So wird 2018

Alles neu macht der Januar – jetzt wird alles anders …

Ich werde Mama und der Mann wird Papa. Noch nie habe ich etwas erlebt, das so unausweichlich wunderbare Wirklichkeit werden wird. Ich weiß noch nicht, wie es sich anfühlt, wenn der Mini wirklich da ist, und wie es ist, einen neuen Menschen bei seinem Start ins Leben zu begleiten, aber in Kürze werde ich es wissen. Und ich habe das untrügliche Gefühl, dass in meinem Leben dann mit einem Mal alles anders sein wird als bisher.

… und alles bleibt beim Alten

Wird Anemina Travels dann zum Familienreiseblog? Nö. Es wird hier weiterhin vor allem Reisegeschichten zu lesen geben, denn Geschichten erzählen ist das, was ich am liebsten mache. Und wer meine Geschichten kennt, weiß, dass ich mich in denen ohnehin nicht so sehr in den Vordergrund dränge, sondern lieber Beobachtungen für sich sprechen lasse.

Was die Artikel aus der Kategorie Reisetipps und Tricks angeht: Ich will nicht ausschließen, dass es da neben den üblichen Tipps auch mal Artikel zum Reisen mit Kind geben wird. Interessiert ja vielleicht doch den ein oder anderen.

Und das Tolle an einem persönlichen Blog ist ja letztendlich das: Er kann und darf sich ändern, genau wie ich das darf. Aber ich bleibe die gleiche Person mit den gleichen Interessen und werde weiterhin reisen und von meinen Reisen berichten. Nur wird eben in Zukunft ein Kind dabei sein.

Aber keine Sorge: Ich werde bestimmt nicht über Windeln und Schnuller schreiben, dafür gibts schon genug andere Blogs. Versprochen.

Meine Pläne

Eine große Reise als Familie

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht gedanklich schon längst Pläne für eine längere Familien-Auszeit schmieden würde. Ich hoffe, dass ich schon bald mehr verraten kann. Nur so viel: Es soll eine Reise mit viel Zeit für uns werden, mit viel Raum für spontane Einfälle und Abenteuer, Wellen, Sonnenuntergänge und Strandspaziergänge.

Eine Geburtstagssause

Anemina Travels wird im Februar 5 Jahre alt. In Worten: Fünf. Das ist schon eine Hausnummer, ne? Deshalb werde ich mir was überlegen und hoffe, möglichst viele von euch als digitale Partygäste begrüßen zu dürfen. Einladungen gibts ebenfalls digital, am verlässlichsten per Newsletter – und wenn du den noch nicht bekommst, solltest du dich schleunigst anmelden, denn:

Den Newsletter aus dem Winterschlaf holen

Nachdem ich es 2016 geschafft habe, regelmäßig mindestens einmal im Monat einen Newsletter zu schreiben, ist das 2017 ziemlich eingeschlafen. Da habe ich gerade mal drei Liebesbriefe an euch rausgeschickt.

Jetzt ist es aber so: Leider bekommt ihr über Facebook und Co. immer weniger Neuigkeiten von mir zu sehen. Die sozialen Netzwerke schrauben die Reichweite kleinerer Blogger nämlich gezielt und künstlich nach unten, um Menschen wie mich zu zwingen, Geld in Werbung zu investieren. Das mag für Unternehmen sinnvoll sein. Für mich ist es Quatsch. Und ich will meine Zeit und Kraft in Zukunft lieber in ein Medium investieren, mit dem ich euch zuverlässig erreiche.

Das ist – neben dem RSS-Feed – eben der Newsletter. Ich mache nicht gerne Werbung für mich selbst, aber was muss das muss:

Lieber Leser, liebe Leserin, wenn du bis hierhin gelesen hast und dir das Gelesene gefällt (wovon ich einfach mal ausgehe, sonst wärst du doch schon längst weg, nichwahr), dann trag dich in die Liste ein! Es gibt auch eine Überraschung (und selbstverständlich keinen Spam und so einen Mist).

*Bitte aktiviere Javascript für diese Seite, falls du kein Anmeldeformular siehst. Oder schreib mir eine Mail.

Heimatliebe: Mainz

Ich plane seit Jahren (wirklich, Jahren) eine Artikelserie über meine Heimatstadt. Aber dann kam mal hier eine Reise dazwischen, mal dort ein spontaner Wochenendtrip, und wenn ich wieder zu Hause war, war ich immer mehr damit beschäftigt, meine Reisen aufzuarbeiten, als die Heimat zu genießen.

Dabei ist Mainz eine der tollsten Städte der Welt und hat viel mehr Aufmerksamkeit verdient als sie bekommt, auf dem Blog und überhaupt. Deshalb dürft ihr euch in den kommenden Monaten auf ein Mainz-Special freuen, in dem ich nach und nach meine liebsten Orte in der Stadt vorstellen werde.

Hui, hoffentlich klappt’s. Da hab ich jetzt was versprochen.

Mehr fotografieren – auch im Alltag

Jeden Tag ein Foto, das ist mein Ziel für 2018. Nicht nur fotografieren, wenn ich auf Reisen bin, sondern auch bekannte Orte mal neu entdecken. Ob und wie ich das Projekt 365 in den Blog integriere, darüber muss ich mir allerdings noch Gedanken machen. Möchtet ihr die Bilder sehen, auch wenn sie vielleicht nur ganz Alltägliches zeigen?

Surfen

Ich möchte wieder surfen gehen. Nachdem ich nach dem Surfcamp-Aufenthalt in Sri Lanka eigentlich endgültig davon überzeugt war, mir endlich ein eigenes Surfbrett zu kaufen und damit die besten Wellen in Atlantik, Pazifik und Indischem Ozean zu jagen, lag dieses Vorhaben ab April erstmal auf Eis – auch, weil ich ab Juli einfach nicht mehr auf dem Bauch liegen konnte. Nach der Schwangerschaft will ich so bald wie möglich wieder auf dem Surfbrett stehen.

Snowboarden

Dito. Wer weiß, vielleicht klappt es ja sogar diese Saison noch mit einer kleinen, spontanen Winterreise? Drückt mir die Däumchen!

Ein Buch über Hawaii schreiben

Ich habe mittlerweile so viel von Hawaii gesehen und über die Inseln recherchiert, dass alleine meine Artikel-Ideen-Liste genug Stoff für einen eigenen Aloha-Blog geben würde.

Wäre auch ne Idee eigentlich, aber vorerst habe ich den Plan gefasst, ein Buch über Hawaii zu schreiben. Ob es ein eBook wird oder sogar was Gedrucktes, das lasse ich erstmal offen.

Wieder mehr Geschichten erzählen

A propos Ideen-Listen. Ich habe in den letzten beiden Monaten schon damit begonnen, Geschichten fertig zu schreiben, die ich irgendwann mal angefangen und nie komplett zu Ende gebracht habe. Ihr habt das auch gemerkt: Die Artikelfrequenz ging runter. Das lag zum einen daran, dass ich längere Geschichten und vor allem auch zeitaufwändigere Ratgeber veröffentlicht habe.

Zum anderen lag es daran, dass ich 2017 überwiegend beruflich gereist bin und die Veröffentlichungen für die Zeitung einfach Priorität hatten. Das soll sich wieder ändern. Im kommenden Jahr will ich auch auf dem Blog wieder mehr Artikel veröffentlichen.

Nicht stressen lassen

Funktionierende Pläne sind toll, aber Pläne über den Haufen zu werfen, ist ungemein befreiend. In der Vergangenheit habe ich mich zu oft darüber geärgert, dass meine To-Do-Listen nur noch gewachsen sind, anstatt jemals auch nur ansatzweise zu schrumpfen. Ich bin deshalb dazu übergegangen, Done-Listen zu schreiben.

Funktioniert ganz einfach: Darauf notiere ich, was ich geschafft habe. Somit dokumentiere ich meinen Arbeitsfortschritt und das ist wahnsinnig viel motivierender als wachsende To-Do-Listen. Und wenn auf meiner Done-Liste im nächsten Jahresrückblick nicht die Dinge stehen, die ich hier als Pläne vorgestellt habe, dann sei es drum. Hauptsache, es steht was drauf, und wenn es ganz andere, noch überhaupt nicht greif- oder planbare Dinge sind.

In diesem Sinne verabschiede ich mich in die Babypause. Kann sein, dass es hier für ein paar Wochen etwas ruhiger zugeht. Kann auch sein, dass das nicht so ist.

Bitte habt Verständnis, wenn ich eure Kommentare, Nachrichten und Fragen in den kommenden Wochen nicht oder nur zeitverzögert beantworten kann. Ich werde euch nicht vergessen und freue mich darauf, meine Pläne und Projekte umzusetzen, sobald die Zeit dafür gekommen ist.

Auf ein großartiges, aufregendes und abenteuerliches neues Jahr!

Alles Liebe,

 

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Geschrieben von

Bloggerin und Autorin Anna Röttgers Reiseblog Anemina Travels Avatar
... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

3 Kommentare

  1. Liebe Anna,

    da liegt eine spannende Zeit vor euch. Ich kann mich noch sehr gut genau ein Jahr zurückversetzen, als es bei uns ebenfalls auf den Endspurt zu ging. Und zack, ist ein Jahr rum. Genießt jede Minute, die Zeit vergeht so unglaublich schnell und die Würmchen werden so schnell groß.

    Ich bin schon sehr gespannt, wie es bei euch läuft und welches Reiseziel ihr wählen werdet. Genießt noch die Ruhe vor dem Sturm. In diesem Sinne fröhliche Weihnachten und alles Gute für euch.

    Viele Grüße,
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      liebsten Dank! Die Aufregung steigt täglich und wir sind sooo gespannt! Eure Elternzeit-Reise habe ich auf Instagram ein wenig mit verfolgt und habe auch schon ein bisschen auf deinem Blog gestöbert, was du so zum Thema Reisen mit Kind geschrieben hast 🙂

      Euch ein wunderschönes zweites Weihnachten zu dritt (ist schon das zweite, gell?)
      Liebe Grüße!
      Anna

      • Hallo Anna,

        das mit der steigenden Spannung kann ich gut nachvollziehen. Man kann es sich vorher einfach gar nicht vorstellen, wie es sein wird. Es wird auf jeden Fall aufregend.

        Das freut mich, vielleicht ist das ein oder andere hilfreich, aber ihr macht das schon 😉

        Ja genau, ist schon das zweite Weihnachten. Aber das erste “richtige”. Heute feiern wir Geburtstag und die nächsten Tage dann Weihnachten. Ich freue mich drauf, da das letzte Weihnachten demnach im Krankenhaus und in nicht ganz so schöner Umgebung stattfand 😉

        Alles Liebe,
        Tanja

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