So folgst du einem Blog per RSS-Feed

Um deinen Lieblingsblogs zu folgen, hast du viele Möglichkeiten. Eine, die nur wenige kennen, von der du aber unbedingt gehört haben solltest, heißt RSS, kurz für Really Simple Syndication, also sehr einfache Verbreitung. In diesem Artikel erkläre ich, was RSS ist, welche Vorteile es hat, einen Blog per RSS-Feed zu abonnieren, und wie das geht.

Darum solltest du Blogs per RSS-Feed abonnieren

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, Blogs zu folgen. Du könntest zum Beispiel jeden Tag auf deinen Lieblingsblogs vorbei surfen und dort schauen, ob es neue Artikel gibt. Wenn du ein oder zwei Lieblingsblogs hast, ist das sicher machbar, wenn es mehr werden, wird es mühsam.

Eine weitere Möglichkeit ist Social Media zu nutzen. Die meisten Blogger haben Präsenzen auf diversen Netzwerken, um ihre Artikel dort mit ihren Fans zu teilen. Seit in sozialen Netzwerken Beiträge nicht mehr chronologisch, sondern durch Algorithmen sortiert angezeigt werden, ist es für Blogger immer schwerer geworden, gesehen zu werden. Wer mehr postet, wird öfter im Feed angezeigt, und so sind viele dazu übergegangen, viel zu posten – und zwar auch dann, wenn es keine neuen Artikel gibt. Neben dieser Information ist also eine ganze Menge Social-Media-Rauschen zu erwarten – und natürlich kann es sein, dass du die für dich relevante Information, also einen Link auf einen neuen Artikel, gar nicht siehst, weil dein Feed ihn dir nicht anzeigt.

Jetzt kommt der RSS-Feed ins Spiel. Der ist bei den meisten Blog-Systemen von Haus aus eingebaut und liefert automatisch die Information über einen neuen Artikel, sobald der Blogger auf Veröffentlichen klickt. Der Blogger kann wählen, ob er nur einen Ausschnitt aus dem Text im Feed anzeigen lassen möchte oder, so wie ich es bei Anemina Travels tue, den ganzen Text (Full Feed).

Doch wie kommt diese Information nun bei dir an?

Einen Blog per RSS-Feed abonnieren: So geht’s

Mithilfe eines Feed-Readers kannst du dir die Information über neue Blogartikel in Echtzeit in deinen Browser oder auf dein Tablet, dein Smartphone oder deinen PC holen.

Der RSS-Reader ist ein Programm, das die Inhalte von RSS-Feeds, denen du folgst, ausliest und darstellt.

Die Sortierung ist dabei chronologisch. Manche Reader erlauben das Sortieren von Feeds in Listen, sodass du, wenn du mehreren Blogs aus verschiedenen Nischen folgst, wählen kannst, welches Thema dich gerade am meisten interessiert.

Optisch erinnert ein Feed-Reader an ein Email-Postfach. Du bekommst alle neuen Artikel der Blogs, denen du folgst, mit Überschrift und Kurzteaser und evtl. Bild angezeigt und kannst dich entscheiden, ob du einen Artikel lesen, für später merken oder als irrelevant markieren möchtest.

Bietet der Blog, dessen Artikel du lesen möchtest, einen Full Feed an, musst du den Feed-Reader nicht einmal verlassen, um den Text zu lesen. Dieser Vorteil ist auch ein kleiner Nachteil: Denn die allermeisten Feedreader zeigen den reinen Text und Bilder in einer Standardformatierung an. Das blogeigene Design wird nicht mitgeliefert, was schade ist und weshalb ich mich gerade bei optisch ansprechenden Blogs meist doch auf den Blog durch klicke, um einen Artikel zu lesen. Den Link zum Originalartikel findest du unter jedem Feed-Eintrag.

So erkennst du, ob ein Blog einen RSS-Feed anbietet

Ob ein Blog einen RSS-Feed anbietet, erkennst du zum Beispiel an diesem Icon, das viele Blogger in ihre Blogs eingebaut haben:

Doch auch wenn du das Icon nicht findest, gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit, den Blog per RSS zu abonnieren. Probiere es einfach aus. Die meisten Feed-Reader erkennen den Feed eines Blogs automatisch anhand der URL, die du in die Suchmaske des Feed-Readers eingeben kannst.

Feed-Reader: Meine Empfehlungen

Die Feed-Reader, die ich selbst nutze, sind Feedly und Bloglovin’. Beide gibt es sowohl für den Browser als auch als Apps und für beide benötigst du ein kostenloses Benutzerkonto, das in wenigen Schritten eingerichtet ist. Sowohl Feedly als auch Bloglovin’ gibt es auch als App.

Im Gegensatz zu Feedly ist Bloglovin’ kein klassischer Feedreader. Denn er bindet die Artikel der Blogs, denen du folgst, per Frame ein. Damit siehst du sie in der Originalformatierung. Um den Überblick über neue Artikel zu behalten, bevorzuge ich dennoch Feedly. Aber das musst du am Ende natürlich selbst entscheiden.

Es gibt aber noch eine ganze Reihe weiterer Feedreader, unter denen du sicher deinen Favoriten findest.

Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn du Anemina Travels per Feed abonnieren möchtest. Hier findest du den direkten Link zu Anemina Travels bei Bloglovin’. Bei Feedly gibst du einfach die URL anemina.com in die Suchmaske ein.