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Das kostet ein Skiurlaub in Kanada

Fast alle europäischen Skifahrer und Snowboarder träumen davon, einmal in ihrem Leben zum Wintersport nach Nordamerika zu reisen. Sowohl die USA als auch Kanada bieten erstklassige Skigebiete in den Rocky Mountains und darüber hinaus. Während der Skiurlaub in Aspen und Co. vor allem aufgrund des schlechten Dollarkurses immer teurer wird, werden die Skigebiete in Kanadas Westen immer beliebter. Auch den Skiurlaub in Kanada gibt es nicht umsonst. Mit welchen Kosten du rechnen musst, erfährst du in diesem Artikel.

Wald statt Zivilisation: Aussicht aus dem Lift im Skigebiet von Lake Louise.

Westkanada: Die Skigebiete in der Übersicht

Die meisten und größten Skigebiete Kanadas befinden sich in den Bundesstaaten Alberta und British Columbia. Das ist auch kein Wunder. Denn dort liegt mit den Rocky Mountains die höchste Gebirgskette des Landes. Ihr höchster Berg ist der Mount Robson mit 3954 Metern.

Auch an der kanadischen Ostküste gibt es Skigebiete, beispielsweise im Massif du Sud oder am Mont Tremblant. Weil alle diese Gebiete aber auf weniger als 1000 Metern liegen, soll es in diesem Artikel nur um das Skifahren und Snowboarden in Westkanada, genauer gesagt in den Rocky Mountains gehen.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Rocky Mountains als Wintersportziel: Dort gibt es einige Skigebiete innerhalb der Nationalparks Banff und Jasper, also direkt inmitten weitgehend unberührter Natur.

i Alle Preise in diesem Artikel sind in Euro angegeben oder in Euro umgerechnet. Der Umrechnung liegt ein Wechselkurs von 0,70 Euro pro Kanadischem Dollar (CAD) zugrunde. Dieser Kurs ist seit Jahren weitgehend stabil. Dennoch unterliegt er Schwankungen. Den jeweils tagesaktuellen Umrechnungskurs findest du zum Beispiel hier.

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Lift ins Paradies: Der Paradise Sessellift im Skigebiet Marmot Basin.

Das kosten die Flüge in Kanadas Skigebiete

Während die Alpen von vielen Teilen Deutschlands aus problemlos und in nur wenigen Stunden mit dem Auto zu erreichen sind, ist die Anreise nach Kanada nur per Flugzeug möglich. Das macht die Reise um einiges teurer.

Flüge an die kanadische Westküste sind tendenziell etwas teurer als Flüge nach Toronto oder Montreal. Durchschnittlich solltest du für das Ticket rund 700 Euro einplanen. Weil der Flugpreis von verschiedenen Faktoren abhängig ist, schwankt er je nach Buchungszeitraum, Buchungszeitpunkt oder auch Wochentag.

Das heißt: Es kann sein, dass du ein Schnäppchen findest und nur 400 Euro zahlst. Es kann aber auch sein, dass deine Reisedaten so ausgebucht sind, dass du mit 900 Euro oder mehr planen musst.

Und nicht nur die Preise für Flugtickets müssen berücksichtigt werden. Wer seine eigene Ausrüstung mitnehmen möchte, muss dafür bei einigen Airlines zusätzliche Gebühren zahlen.

Nonstop ins Skigebiet: Hier kannst du deinen Winterurlaub in Kanada beginnen

Für den Skiurlaub in Kanadas Westen kommen als Ausgangspunkt drei Städte mit internationalen Flughäfen in Frage: Edmonton, Calgary und Vancouver. Nach Calgary und Vancouver gibt es ab Deutschland Direktflüge mit Air Canada und Lufthansa. Und ab Amsterdam fliegt KLM direkt nach Edmonton.

Wenn du deine Reise im Banff-Nationalpark beginnen möchtest, bietet sich Calgary als nächstgelegene Stadt an. Die Hauptstadt des Bundesstaates Alberta ist rund 130 Kilometer von Banff, dem Hauptort des Parks und 100 Kilometer vom nächstgelegenen Skigebiet Nakiska entfernt.

Sogar in Calgary selbst kann man Skifahren und Snowboarden: Im Canada Olympic Park.

Möchtest du in den Jasper Nationalpark und zum Beispiel in Marmot Basin deinen Skiurlaub beginnen, ist Edmonton eine gute Alternative.

Und wenn du nicht (nur) die Rockies sehen möchtest, sondern auch über die Pisten des größten kanadischen Skigebiets Whistler oder von Sun Peaks sausen willst, bietet sich unter Umständen auch Vancouver an. Oder du startest die Reise sogar im benachbarten Seattle und verbindest den Skiurlaub mit einem Städtetrip.

i Tipp: Wenn du auf deiner Reise mehrere Skigebiete ansteuern möchtest, kannst du dich nach Gabelflügen umschauen. Die sind manchmal günstiger als reguläre Hin- und Rückflüge. Mehr dazu und meine Tricks für die Flugsuche findest du hier: So findest du garantiert den günstigsten Flug.

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Sonnenuntergang in Jasper.
Auch außerhalb der Nationalparks und abseits der Pisten hat Westkanada im Winter einiges zu bieten. Zum Beispiel diesen spektakulären Eis-Wasserfall im Wells Gray Provincial Park, British Columbia.

Ausrüstung transportieren: Das kostet die Mitnahme von Ski und Snowboard

Informiere dich am besten schon vor deiner Buchung bei der Airline, ob die Mitnahme von Skiausrüstung kostenlos ist. Die Konditionen kannst du in den AGB der jeweiligen Fluggesellschaft einsehen.

Dein Sportgepäck kannst du dann meist bereits während der Online-Buchung anmelden. Bei einigen Airlines ist die Anmeldung zwingend, selbst wenn die Mitnahme kostenlos ist. Sonst gibt es keine Mitnahmegarantie.

Die Kosten für die Mitnahme von Sportgepäck sind nicht nur von der Fluggesellschaft abhängig, sondern auch vom gebuchten Tarif und der Flugstrecke. So nimmt etwa Air Canada die Skiausrüstung aktuell (Stand Saison 2019/2020) ohne Aufpreis mit – in allen Tarifen außer dem günstigsten, Economy Basic. Mehr Infos hier.

Bei Lufthansa hingegen fällt die Wintersportausrüstung in die Kategorie Standardsportgepäck und die Mitnahme nach West-Kanada kostet 250 Euro pro Strecke, hin und zurück also 500 Euro.

Bei manchen Airlines ist der Preis nicht sofort offensichtlich. KLM zum Beispiel nimmt Skier und Snowboards als reguläres Gepäck mit. Dort musst du entweder ohne weiteres Aufgabegepäck reisen oder aber ein zusätzliches Gepäckstück buchen. Die Preise für letzteres kannst du aber erst während der Buchung einsehen. Mehr Infos dazu findest du hier.

Auf Anfrage erklärt die Airline, dass der Preis pro Strecke zwischen 50 und 150 Euro liegen könne. Dies sei aber lediglich ein informativer Preis und keine Garantie.

i Wenn du planst, Skiausrüstung oder Snowboard mitzunehmen, kann ein vermeintlich günstiger Flugpreis sehr teuer werden. Dann lohnt es sich vielleicht, Ausrüstung vor Ort zu leihen. Die Kosten hierfür findest du im Unterpunkt Ausrüstung leihen.

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Im Winter ist der Icefields Parkway fast ausgestorben. Bei wenig Verkehr macht der Roadtrip noch mehr Spaß.

Mietwagen und Benzin: So bleibst du mobil

Du kannst deine Skireise ausschließlich mit Shuttlebussen bestreiten und beispielsweise mit Sundog Tours von Calgary und Edmonton aus sowohl Banff und Lake Louise als auch Jasper erreichen.

Ganz billig ist das allerdings auch nicht. Die Fahrt von Calgary nach Jasper kostet pro Person 145 CAD und damit etwas mehr als 100 Euro. Skigepäck kostet extra: 21 Euro. Weitere Infos und Preise findet du hier.

Ins Skigebiet kommst du ohne eigenes Auto wie in den Alpen per Skibus. Der Liftpass ist gleichzeitig das Ticket für den Shuttlebus, der Passagiere direkt vom Hotel abholt.

Wenn du neben den Pisten auch noch etwas von der Umgebung sehen möchtest oder einen Winter-Roadtrip über den Icefields Parkway planst, ist ein Mietwagen ein Muss. Den solltest du am besten schon vor der Reise buchen. Das ist so gut wie immer günstiger als vor Ort.

Da der Winter in Alberta und British Columbia Nebensaison ist, sind auch die Mietwagen etwas günstiger als im Sommer. Einen Mittelklassewagen gibt es ab ca. 175 Euro pro Woche.

Allerdings solltest du unbedingt darauf achten, eine ausreichend große Kategorie zu wählen. Deine Skiausrüstung will schließlich auch mitfahren. Größere Wagen mit viel Platz für Sportgepäck sind schon etwas teurer: ab etwa 325 Euro pro Woche.

Benzin ist in Kanada das ganze Jahr über günstiger als in Deutschland. Aktuell (Winter 2020) sind es im Landesdurchschnitt rund 1,30 CAD pro Liter, umgerechnet rund 0,90 Euro. Den aktuellen Preis findest du immer hier.

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Das Hotel The Crimson in Jasper.
Schneereste in Jasper.

Skiurlaub in den kanadischen Rockies: Das kostet die Übernachtung

Die Übernachtungsmöglichkeiten in den kanadischen Rocky Mountains sind vielfältig. Von Lodges bis hin zu Luxus-Boutique-Hotels direkt im Skigebiet ist alles dabei. Generell gut zu wissen: Der Winter ist auch für die Hotels Nebensaison.

Das bedeutet vor allem in Banff, Lake Louise und Jasper, dass du teilweise nur halb so viel zahlen musst wie im Sommer. Ein gutes Hotelzimmer gibt es schon ab etwa 120 CAD, also etwa 85 Euro pro Nacht (ohne Frühstück). Günstige Übernachtungsmöglichkeiten, etwa auf den Campingplätzen, fallen im Winter weg.

Im Low-Budget-Bereich bietet sich dann nur noch die Übernachtung im Hostel an. Das Samesun Banff etwa bietet Schlafmöglichkeiten ab 36 Euro pro Nacht im Dorm an.

Schöner schlafen: Hoteltipps für Banff, Lake Louise und Jasper

Wer ein wenig mehr für die Übernachtung ausgeben kann und möchte, findet in Banff, Lake Louise und Jasper eine Reihe sehr schöner Hütten und Hotels. Eine Auswahl davon habe ich unten aufgelistet.

Etwas außerhalb des Ortskerns von Banff und in bester Lage zum Skifahren oder Snowboarden am Mount Norquay liegt die Juniper Lodge. Ein Doppelzimmer kostet hier im Winter rund 88 Euro. An Wochenenden und Feiertagen kann es deutlich teurer werden: bis zu 300 Euro.

Ebenfalls etwas weiter weg vom Stadtzentrum von Banff am Tunnel Mountain liegt die rustikalere Buffalo Mountain Lodge. Das Hotel ist mit 108 Zimmern etwa doppelt so groß wie die Juniper Lodge und das Doppelzimmer kostet hier rund 90 Euro.

Wer lieber im Stadtzentrum unterkommen möchte, findet dort eine Reihe weiterer Hotels. Beispielsweise die in unmittelbarer Nähe zum Bow River und zur Banff Avenue gelegene Banff Park Lodge. Hier gibt es das Doppelzimmer unter der Woche ebenfalls ab ca. 90 Euro.

Etwas teurer sind die Baker Creek Mountain Chalets in der Nähe von Lake Louise. Neben klassischen Doppelzimmern gibt es hier auch ganze Hütten zu mieten – komplett mit Küche und eigenem Kamin und somit perfekt für Wintersportler. Zum Skigebiet Lake Louise ist es vom Baker Creek Mountain Resort nicht weit. Ein Zimmer gibt es ab 119 Euro, ein Chalet ab 189 Euro.

Ebenfalls in Lake Louise liegt die urgemütliche Deer Lodge. Müde Wintersportler können hier abends in den Whirlpool steigen und dabei den Blick auf den Victoria Glacier genießen. Und der Lake Louise, auf dem man im Winter Schlittschuh laufen oder Eishockey spielen kann, ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. In der Deer Lodge kostet das Doppelzimmer ab 84 Euro.

Noch ein wenig weiter im Hinterland von Banff und Lake Louise liegt die aus Blockhütten bestehende Storm Mountain Lodge. Sie eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Skitouren oder Winterwanderungen. Es gibt keine Kochmöglichkeiten, kein WLAN, Fernsehen oder Telefon, denn die Lodge generiert ihren eigenen Strom – und der ist begrenzt. Fürs Essen sorgt ein Restaurant und die Umgebung macht das Fehlen von Fernseher und Internet mehr als wett. Eine Hütte gibt es ab ca. 196 Euro pro Nacht.

In Jasper gibt es ebenso wie in Banff eine Reihe von Übernachtungsmöglichkeiten direkt im Ort. Hübsch ist zum Beispiel das The Crimson, ab 84 Euro pro Nacht.

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Ein Sessellift im Skigebiet Lake Louise.

Das kostet der Skipass

22 Skigebiete gibt es allein im kanadischen Bundesstaat Alberta. Viel zu viele, um sie in einem einzigen Winterurlaub zu sehen. Alle haben sie eines gemeinsam: Besten Pulverschnee, zahlreiche Möglichkeiten, abseits der Pisten zu powdern, kurze Wartezeiten am Lift und breite, bestens präparierte Pisten.

Eine Übersicht über alle diese Skigebiete findest du auf der Homepage von Travel Alberta.

Hier soll es beispielhaft nur um die Skigebiete gehen, die von Banff und Jasper aus am schnellsten zu erreichen sind: Sunshine Village, Mount Norquay und Lake Louise im Banff National Park und Marmot Basin im Jasper National Park.

Sunshine Village, Mount Norquay und das Skigebiet von Lake Louise sind unter dem Namen Ski Big 3 zu einem Superskiebiet zusammengeschlossen. Du kannst aber auch für alle drei Skiresorts weiterhin einzelne Skipässe kaufen.

Die untenstehenden Preise sind gerundet und in Euro umgerechnet. Mit einem Klick aufs Skigebiet gelangst du zur gesamten Preisübersicht.

Der Ski Big 3-Pass beinhaltet einen Bus-Shuttleservice von allen Hotels in Banff und Lake Louise zu den drei Skigebieten Sunshine Village, Mount Norquay und Lake Louise und wird deutlich günstiger, wenn du ihn drei Wochen im Voraus buchst. Dann kostet der 5-Tages-Pass (5 aus 7) nur noch 402 Euro.

i Es gibt mehrere Möglichkeiten, beim Skipasskauf zu sparen. Die meisten Skigebiete gewähren zum Beispiel einen Rabatt von etwa 15 Prozent, wenn die Skipässe mindestens zwei bis drei Wochen vorab online gekauft werden.

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Selbst auf präparierten Pisten wie dieser in Marmot Basin ist der Schnee pulveriger als in den Alpen.
Die Paradise-Abfahrt in Marmot Basin von oben.

Ski und Snowboard: Das kostet die Leihausrüstung

Wenn du keine eigene Ausrüstung hast oder sie nicht im Flugzeug mitnehmen möchtest, kommt noch der Preis für Leihski oder -boards dazu. Sowohl in Banff als auch in Jasper kannst du Ausrüstung im Sportgeschäft leihen. Ebenso in den einzelnen Skigebieten.

Nur Ski, bzw. Snowboard gibt es für 5 Tage für rund 112 Euro. Mit Snowboardboots und Helm, bzw. Skischuhen, Skistöcken und Helm bist du bei rund 147 Euro. Reservieren kannst du die Ausrüstung zum Beispiel direkt bei Ski Big 3. Dort findest du auch zahlreiche weitere Preisbeispiele für spezielle Ausrüstung.

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Schlittschuhlaufen bis Heli-Skiing: Das kosten Aktivitäten

Neben dem Skifahren gibt es in den Rocky Mountains auch im Winter zahlreiche kostenlose Aktivitäten: Winterwanderungen, Ausflüge zu zugefrorenen Seen und Canyons oder ein Roadtrip über den im Winter fast ausgestorbenen aber genauso beeindruckenden Icefields Parkway kosten nichts oder nur geringe Beträge. Und dann gibt es da noch Abenteuer, die mehr kosten als der Rest deiner Reise. Ich spreche, natürlich, von Heli-Skiing.

  • Schlittschuhe leihen: 11 Euro pro Tag
  • Eishockeyausrüstung leihen: 11 Euro pro Tag
  • Schneeschuhe leihen: 11 Euro pro Tag, alle z.B. bei Banff Adventures
  • Eisklettern, 6-stündiger Schnupperkurs, z.B. mit Rockaboo: 158 Euro
  • Entspannen in den heißen Quellen der Banff Upper Hot Springs: 6 Euro
  • Tickets für ein NHL Eishockey-Spiel: Für ein Spiel der Edmonton Oilers in Edmonton rund 60 Euro, die Preise sind aber sowohl nach unten als auch nach oben offen. Tickets gibt es z.B. über ticketmaster.ca
  • Canyon Walks, z. B. mit Sundog Tours im Maligne Canyon, 48 Euro, oder mit Discover Banff im Johnston und Grotto Canyon, 55 Euro
  • Hundeschlittentour: z.B. über Snowy Owl ab 312 Euro für 2 Stunden, über Howling Dogs Tours ab 158 Euro pro Person für 2 Stunden oder über Kingmik ab 315 Euro für 2 Stunden und 2 Erwachsene
  • Freeriden mit Guide: ab ca. 140 Euro für einen Tag abseits der Pisten von Sunshine Village oder Lake Louise oder bis zu 1400 Euro für eine dreitägige geführte Skitour auf den Mount Columbia, z.B. mit Alpine Air Adventures in Banff
  • Heli-Skiing: z.B. ab 650 Euro für eine Tagestour mit 3 Abfahrten, inklusive Guide, Ausrüstung und Verpflegung, über Banff Adventures oder ab knapp 6000 Euro für einen Tag Heli-Skiing im Privathubschrauber für bis zu 4 Personen mit RK Heliski

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Mhmmm! Burger und Poutine in der Jasper Brewing Company.
… das Bier dazu wird direkt vor Ort gebraut.
Café in Banff.

Der Rest: Essen, Einreise, Nationalparkgebühren und Co.

Lebensmittel und Essengehen sind in Nordamerika tendenziell etwas teurer als in Deutschland. Durch den guten Wechselkurs des kanadischen Dollar zum Euro ist das aber zu verschmerzen.

Du kannst für Essen und Essen gehen in etwa die Summe einplanen, die du auch im Skiurlaub in Österreich oder in einem Urlaub in Deutschland ausgeben würdest.

Ein paar Preisbeispiele fürs Einkaufen und Essengehen findest du in diesem Artikel: Das kostet der Urlaub in Kanada und den USA.

Die Einreise nach Kanada ist verhältnismäßig einfach und günstig. Das elektronische Einreisevisum eTA gibt es für deutsche Staatsbürger für knapp 5 Euro. Es muss bereits vor der Reise online beantragt werden.

In den Nationalparks Banff und Jasper werden Gebühren fällig: Pro Person und Tag sind es 7 Euro. Bei einem längeren Aufenthalt (ab 7 Tagen) lohnt sich der Parks Canada Discovery Pass für rund 49 Euro. Er ist ein Jahr lang gültig und berechtigt zum Besuch aller kanadischen Nationalparks.

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Das kostet ein individueller Skiurlaub in Kanada: Ein Preisbeispiel

Rechnen wir zunächst mal zusammen, wie viel eine Woche individueller Skiurlaub in den kanadischen Rocky Mountains durchschnittlich kostet. Danach kommen wir zur Alternative: Der Buchung über einen Skireiseveranstalter.

Gehen wir mal davon aus, dass du mit deinem Partner oder deiner Partnerin gemeinsam in die Rocky Mountains reisen möchtest. Ihr bucht Flüge nach Calgary mit Air Canada und zahlt in eurem gebuchten Tarif keinen Aufpreis für die Skiausrüstung.

Das Flugticket kostet pro Person hin und zurück 829 Euro. Beim Mietwagen entscheidet ihr euch für einen Mittelklasse-SUV. Der kostet 270 Euro für 8 Tage. Ihr fahrt einmal von Calgary nach Jasper und wieder zurück, das sind mit Abstechern entlang der Strecke rund 1000 Kilometer. Großzügig geschätzt gebt ihr für Benzin also nicht mehr als 90 Euro aus.

Für den Besuch der Nationalparks kauft ihr euch den Parks Canada Discovery Pass für 49 Euro. Ihr übernachtet in Hotels und zahlt durchschnittlich 100 Euro, inklusive Frühstück für zwei Personen im Durchschnitt 135 Euro pro Nacht. Bei 8 Nächten macht das 1080 Euro.

Ihr wollt an insgesamt 6 Tagen Skifahren, 4 in Banff und Lake Louise sowie 2 in Marmot Basin und bucht eure Skipässe schon ein paar Wochen vor der Anreise online. Dafür zahlt ihr pro Person 442 Euro.

Ohne weiteres Essen, sonstige Aktivitäten und Trinkgelder kommt ihr somit auf eine Gesamtsumme von 2040 Euro pro Person für 8 Tage Skiurlaub in den Rocky Mountains.

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Was vorne im Bild etwas abgefahren aussieht, ist eine Tiefschneepiste mit feinstem Pulverschnee mitten im Skigebiet Marmot Basin.

Das kostet der Skiurlaub bei einem Reiseveranstalter

Wie du siehst, wenn du diesen Text bis hierhin aufmerksam gelesen hast, ist ein Skiurlaub in Kanada nicht unbedingt günstig. Es gibt außerdem auch jede Menge vorab zu planen und zu bedenken. Warum also nicht die Planung einem anderen überlassen und einfach nur Skifahren?

Tatsächlich ist die Buchung des Nordamerika-Skiurlaubs über einen Skireiseveranstalter nicht nur mit viel weniger Aufwand verbunden. Sie ist unter Umständen auch günstiger – oder zumindest nicht wesentlich teurer.

Für Kanada-Einsteiger hat der Skireisenanbieter Stumböck Club beispielsweise eine knapp einwöchige Skireise für rund 1330 Euro im Angebot. Der Preis gilt pro Person im Doppelzimmer, inklusive Direktflug mit Air Canada, 5 Hotelübernachtungen mit Frühstück, Skipass für 4 Tage und Transfers. Nachteil dieses günstigen Angebots: Mehr als Banff und Umgebung siehst du auf dieser Reise nicht.

Allerdings kann diese Reise wie auch alle anderen im Stumböck-Angebot problemlos individuell verlängert werden.

Besser vergleichbar mit dem oben aufgestellten individuellen Reisebeispiel ist die Skisafari „Winter Wonderland“. Für rund 2800 Euro sind 8 Hotelübernachtungen mit Frühstück, insgesamt 6 Tage Skipass (3 Tage in Banff, Lake Louise und Mount Norquay sowie 3 in Marmot Basin) und Transfers im Kleinbus enthalten.

Dabei ist außerdem ein deutschsprachiger Guide, der die Reisegruppe (maximal 10 Personen) betreut und die Skigebiete bestens kennt. Wer lieber alleine über die Pisten saust, kann das aber natürlich auch tun.

Wer Backcountry-Trips und Heli-Skiing ausprobieren möchte, sollte diese Touren ohnehin besser mit einem Anbieter buchen als auf eigene Faust in die verschneite Wildnis aufzubrechen.

Heli-Skiing-Touren sind allerdings auch bei Stumböck deutlich teurer als normale Skireisen (zum Beispiel ab ca. 3800 Euro für eine Reise mit 2 Tagen Heli-Skiing und 4 Tagen Skifahren im Skigebiet bei einer Gesamtreisedauer von 7 Tagen).

i Skireisen und Skisafaris nach Kanada kannst du bei vielen Reiseveranstaltern buchen. Neben Stumböck ist beispielsweise auch Ski Wild West auf Skireisen in Nordamerika spezialisiert und hat eigene Ski-Guides vor Ort. Auch die Nordamerika-Veranstalter Canusa und CRD haben einige Touren im Angebot.

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Das Happy-Snowboarder-Skilift-Selfie in Sunshine Village.

Ich hoffe, dass ich dir mit meiner Kostenaufstellung bei der Planung deiner Kanada-Skireise helfen konnte und wünsche dir viel Spaß beim Tiefschneefahren im legendären Champagne Powder!

Und falls du deine Freunde noch davon überzeugen musst, dass die kanadischen Rockies der perfekte Ort für den nächsten gemeinsamen Skiurlaub sind, findest du hier ein paar gute Argumente: Pulverschnee und leere Pisten: 7 Gründe für einen Winterurlaub in Kanada

Dieser Artikel ist im Rahmen einer Pressereise entstanden. Vielen Dank für die Einladung zur Skisafari an Travel Alberta und den Skireiseveranstalter Stumböck Club.

Über die Autorin

Bloggerin und Autorin Anna Röttgers Reiseblog Anemina Travels Avatar
Anna liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach, Gespräche am Lagerfeuer und Nordamerika. Sie würde einen spontanen Roadtrip jederzeit einem Tag am Pool vorziehen und ist am liebsten draußen - zum Wandern, Surfen oder Snowboarden.

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