Meine Fotoausrüstung zum Reisen und Wandern

Du willst wissen, mit welcher Kamera ich meine Fotos mache? Du fragst dich, wie die komplette Fotoausrüstung einer Reisebloggerin aussieht? Dann bist du hier richtig. Von der Kamera bis zur Speicherkarte: Auf dieser Seite stelle ich dir mein komplettes Equipment vor.

Das Wichtigste: Kameras und Objektive

Ich besitze eine Nikon D3200 Spiegelreflexkamera mit drei Objektiven: Einer 35mm-Festbrennweite von Nikon, einem Sigma Standardobjektiv mit einer Brennweite von 17-70 mm (gibts auch für Canon-Kameras) und einem Nikon-Teleobjektiv mit einer Brennweite von 55-200 Millimetern. Die Übersicht und ein paar genauere Daten zu den Objektiven findest du weiter unten. Die Nikon-Kamera ist für eine Spiegelreflexkamera relativ leicht. Sie wiegt nur 455 Gramm. Auch beim Kauf meiner Objektive habe ich darauf geachtet, dass sie nicht allzu schwer sind, denn ich nehme die Kamera und ein bis zwei Objektive auch auf alle meine Wanderungen mit und würde nicht darauf verzichten wollen.

Dazu fotografiere ich mit meinem iPhone 6. Das macht unter den richtigen Umständen – sprich ausreichend Licht und richtiger Abstand zum Motiv – richtig gute Fotos, die sogar hochauflösend gedruckt werden können. Auf meine Spiegelreflexkamera würde ich deshalb aber bestimmt nicht verzichten, weil ich am iPhone kaum Einfluss auf Einstellungen wie Blendenöffnung oder Belichtungszeit habe. Aber für einen schnellen Schnappschuss ist es super.

Meine Objektive in der Übersicht

Die Festbrennweite

Marke: Nikon
Brennweite: 35mm
Lichstärke: 1:1,8
Bildstabilisator: Nein
Gewicht: 200 Gramm

Der Allrounder

Marke: Sigma
Brennweite: 17-70mm
Lichtstärke: 1:2,8-4,0
Bildstabilisator: Ja
Gewicht: 465 Gramm

Das Teleobjektiv

Marke: Nikon
Brennweite: 55-300mm
Lichtstärke: 1:4,5-5,6
Bildstabilisator: ja
Gewicht: 580 Gramm

Der Kleinkram: Adapter, Akkus, Speicherkarten

Dazu besitze ich einen WLAN-Adapter, mit dem ich Bilder von der Spiegelreflexkamera direkt auf mein Handy übertragen kann (auch ohne Internetverbindung). Neuere Kameras haben diese Funktion häufig schon integriert. Die Übertragung der Bilder von der Speicherkarte aufs Handy funktioniert beim iPhone auch gut mit diesem Adapter. Einfach SD-Karte reinstecken, am Handy mit Lightning-Anschluss anschließen und Fotos innerhalb von Sekunden aufs Gerät ziehen.

Ich würde nie mit meiner Kamera losziehen, ohne einen Ersatzakku als Backup dabei zu haben. Nie. Dabei setze ich auf das Original vom Hersteller. Ich weiß, da gibt es andere Meinungen. Für mich ist das gut angelegtes Geld. Ich würde ja schließlich auch keinen Mercedes kaufen und dazu einen Motor von Peugeot.

Auch Speicherkarten kann man nie genug haben – es ist einfach so unfassbar ärgerlich, wenn du irgendwo stehst und plötzlich ist der Speicher voll und du musst alte Bilder löschen, bevor du neue aufnehmen kannst. Das kann auch passieren, wenn die Speicherkarte scheinbar leer ist, also keine Fotos anzeigt, aber nicht richtig formatiert wurde. Ist mir alles schon passiert. Deshalb habe ich immer mindestens zwei SD-Karten mit je 32 GB Speicherplatz dabei. Und zwar diese.

Ein Griff für stabileren Halt

Kennst du das: Wenn du Hochkantaufnahmen machst, ist es schwer, die Kamera genauso ruhig zu halten wie bei Querformaten. Das liegt daran, dass die Kamera ein gewisses Eigengewicht hat und die Hand in der ungewohnten Position schneller abrutscht oder zittert. Abhilfe schafft ein zusätzlicher Handgriff. Meiner ist von Meike und wiegt schlanke 148 Gramm. Er wird mit der Hand an die Unterseite der Kamera geschraubt und du kannst damit sogar den Auslöser betätigen – in diesem Fall aber nur, wenn du das mitgelieferte Kabel mit der Kamera verbunden hast. Bei teureren Modellen funktioniert das Auslösen auch per Funkverbindung. Weil die meisten auf dem Markt erhältlichen Griffe üblicherweise ins Akkufach gesteckt, bzw. montiert werden, kommt der Akku dafür in den Griff. Praktisch: Du kannst sogar zwei Akkus gleichzeitig benutzen und musst nicht wechseln, wenn ein Akku leer ist.

Für Aufnahmen ohne Verwacklung: Das Stativ

In meinem Besitz befindet sich auch ein Stativ, das hin und wieder auf Reisen zum Einsatz kommt. Ins Gepäck kommt es vor allem dann, wenn ich schon vorhersehen kann, dass ich viel im Dunkeln oder in schwierigen Situationen fotografieren will (Stichwort Nordlichter) oder dass ich hin und wieder mit Selbstauslöser hantieren muss, weil ich alleine unterwegs bin. Weil es so wunderbar leicht und kompakt und sehr schnell aufzubauen ist, habe ich mich für das Wolverpod Twist Reverse II von Wolver Line entschieden. Leider ist das gute Stück gar nicht so leicht zu bekommen. Eine Liste mit Online-Shops, die es verkaufen, gibt es auf der Homepage von Wolver Line.

Auf meiner Einkaufsliste für die nahe Zukunft steht außerdem definitiv ein Bohnensack. Super praktisch zum Beispiel zum Filmen oder Fotografieren aus dem Auto (wo es einfach unmöglich ist, die Kamera still zu halten. Liegt sie auf einem Kissen, klappt das) oder wenn man die Kamera für eine Langzeitbelichtung irgendwo im Gelände auf den Boden, in einen Baum oder auf Felsen positionieren möchte.

Schutz und Trickkiste: Filter

Auf allen meinen Objektiven nutze ich einen UV-Filter zum Schutz gegen Schmutz. Sehr zufrieden bin ich mit diesen hier von Walimex, die es in verschiedenen Größen passend zu deinen Objektiven gibt. Langzeitbelichtungen bei Tageslicht funktionieren bestens mit ND-Filtern, im Mittelklasse-Preissegment am besten mit diesen hier von Haida. Und ich bin ein absoluter Fan der Polfilter von B+W. Sie sind zwar leider etwas teurer, dafür aber wirklich hochwertig und absolut jeden Cent wert. Die besten, die ich je getestet habe. Wenn du noch nie mit Polfiltern gearbeitet hast, kann ich dir nur empfehlen, es unbedingt zu probieren. Die Filter erhöhen den Kontrast und unterdrücken ungewollte Spiegelungen – das ist insbesondere bei Landschaftsaufnahmen ein großer Bonus.

Die Verpackung macht’s

Je nach Ausrüstung entscheide ich mich für die passende Kameratasche. Ich besitze eine kleine Lowepro Toploader für kleine Fototouren. Zusätzlich habe ich mir für meine Objektive Köcher genäht, damit ich sie auch mal in der Handtasche sicher verstauen kann. Und für größere Fototouren nutze ich einen Fotorucksack von Hellolulu, in dem ich alles unterkriege – und sogar noch ein bisschen sonstigen Kram.

Außerdem überlege ich, den Everyday Backpack von Peak Design zu testen, von dem ich bislang nur Positives gehört habe. Im Gegensatz zu meinem Fotorucksack ist er noch wesentlich übersichtlicher und robuster. Einziger Nachteil ist der recht hohe Preis, aktuell rund 290 Euro. Der Rucksack zählt damit definitiv in die Kategorie Profiausrüstung.

Das Beste kommt zum Schluss: Die Bildbearbeitung

Zur Fotobearbeitung nutze ich am liebsten Adobe Lightroom – eines der besten und stärksten Archivierungs- und Fotobearbeitungsprogramme, die ich kenne. Version 6 gibt es bei Amazon noch in der Vollversion zu kaufen. Mit der sparst du dir die Abo-Gebühren für die Creative Cloud, die sich nur lohnt, wenn du mehrere Adobe-Produkte nutzt. Für schnelle Bearbeitungen auf dem Handy nutze ich die Apps Aviary und Afterlight.

Mein Tipp für dich: Fotografieren lernen mit 22places

Begriffe wie Blende, Verschlusszeit und ISO hast du zwar schon mal gehört, du weißt aber noch nicht so recht, was es damit auf sich hat? Du würdest gerne weniger im Automatikmodus fotografieren? Egal, ob du Fotografieanfänger bist oder schon sehr lange fotografierst: Dazu lernen kann man eigentlich immer.

Ich habe selbst lange im Automatikmodus fotografiert, weil mir die Technik hinter meiner Kamera viel zu kompliziert vorkam. Irgendwann habe ich mir einen Ruck gegeben und angefangen, mich intensiver mit meiner Kamera auseinander zu setzen. Sehr geholfen hat mir dabei der Online-Fotokurs von Jenny und Sebastian, die als Reisefotografen um die Welt tingeln, davon auf ihrem Blog 22places berichten und wirklich großartig darin sind, komplexe Dinge ganz einfach – und mit vielen unterhaltsamen und lehrreichen Videos gespickt zu erklären.

Du willst lernen, wie man richtig gute Reisefotos macht? Dann: Hier entlang zum Fotokurs!

Übrigens: Natürlich habe ich nicht immer meine gesamte Ausrüstung dabei wenn ich unterwegs bin. Bin ich in einer Stadt unterwegs, packe ich häufig nur Standardzoom und Festbrennweite ein. Will ich Tiere oder Porträts aufnehmen, nehme ich das Tele mit. Und manchmal ist auch aus Platz- oder Gewichtsgründen nur das Standardobjektiv dabei. Das ist übrigens im Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar und wesentlich besser als das 18-55mm-Kit-Objektiv, das oft mit der Kamera im Set verkauft wird (besser: nur den Kamera-Body kaufen und die Objektive extra). Das Stativ kommt nur in den Rucksack, wenn ich filme oder schon weiß, dass ich Nachtaufnahmen oder Selbstporträts machen werde.

Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Aufstellung ein wenig weiterhelfen. Falls du eine Frage zu einem der hier vorgestellten Produkte hast, schreib mir eine Mail, ich helfe gerne weiter.

Noch ein Hinweis: Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links etwas bestellst, machst du nicht nur dir selbst eine Freude, sondern auch mir, denn dann bekomme ich eine kleine Provision. Du zahlst das gleiche, das du sonst auch gezahlt hättest. Meine Empfehlungen kommen übrigens immer von Herzen. Mehr dazu.