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Wandern in der Sächsischen Schweiz: Highlights in drei Etappen

Mit weniger als 100 Quadratkilometern Fläche ist der Nationalpark Sächsische Schweiz ein Zwerg unter den Schutzgebieten weltweit. Doch auf dieser kleinen Fläche im Elbsandsteingebirge tummeln sich nicht nur beeindruckende Felsplateaus und enge Schluchten, wie sie sonst nur in den großen Parks der Welt zu finden sind.  Hier gibt es auch 400 Kilometer beschilderte Wanderwege. In der gesamten Region Sächsische Schweiz sind es sogar 1200 Kilometer.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Sächsischen Schweiz ist die Basteibrücke, der bekannteste Wanderweg ist der Malerweg. Er gilt als einer der beliebtesten Wanderwege in Deutschland und ist eine Hommage an Künstler wie Caspar David Friedrich, die ihre Staffeleien einst zwischen den Felsen aufbauten und die Formationen in ihren Bildern verewigten. In acht Etappen führt der Weg auf beiden Seiten der Elbe durch die Region.

Doch es lohnt sich, den Malerweg auch mal zu verlassen, um weitere Highlights des Nationalparks Sächsische Schweiz zu erkunden. Vor allem, wenn du keine acht Tage Zeit hast. In diesem Artikel stelle ich dir meine persönlichen Highlights der Sächsischen Schweiz in drei Etappen vor und gebe dir Tipps zur Reiseplanung. Als kleines Extra kannst du dir meine genauen Wanderrouten als GPS-Daten runterladen.

Anreise in die Sächsische Schweiz

Wenn du von weiter weg in die Sächsische Schweiz reist, solltest du wenn möglich schon einen Tag vor dem Start deiner Wanderung anreisen. Bei einer Mehrtageswanderung bietet es sich an, mit der Bahn anzureisen. Bis Dresden kommst du mit dem ICE, danach geht es mit dem Regionalzug weiter, zum Beispiel nach Krippen, wo ich meine Wanderung gestartet habe, in rund 50 Minuten.

Natürlich kannst du auch mit dem Auto anreisen. Dann solltest du dich am besten vorher bei deiner ersten Unterkunft erkundigen, ob du dein Auto dort stehen lassen kannst, bzw. ob es in der Nähe einen geeigneten Parkplatz gibt. Von Dresden kommend folgst du der B172 bis in die Sächsische Schweiz. Die Ausfahrt nach Krippen kurz vor der Elbbrücke ist ausgeschildert.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Krippen

Krippen ist ein Ortsteil von Bad Schandau – auf der anderen Elbseite. Er eignet sich als Startpunkt, weil es hier einige Unterkünfte gibt und weil es von dort eine sehr günstige Fährverbindung nach Postelwitz gibt, das den Startpunkt der ersten Etappe darstellt. Nach einer rund zweiminütigen Fahrt bist du dort.

Je nachdem, wie viel Zeit du noch hast, bietet sich am ersten Tag eine erste kurze Wanderung in der Umgebung an: zum Beispiel auf dem Caspar—David-Friedrich-Weg oder zur Kleinen Bastei. Oder du setzt mit der Fähre nach Bad Schandau über und schaust dir die Stadt an. Die Wanderschuhe kannst du auf jeden Fall schon mal einlaufen.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Festung Königstein

Alternativ kannst du auch auf der Hinreise schon einen Stopp an der Festung Königstein einlegen. Die Festung ist gut auch mit der Bahn zu erreichen: Sie liegt an der Strecke der S1 von Dresden nach Schöna nur zwei Stationen von Krippen entfernt. Weitere Informationen zur Anreise hier.

Der Königstein ist eine imposante Bergfestung, auf die es wahlweise mit dem Aufzug oder zu Fuß geht. Die Sächsischen Landesherren bewahrten hier ab dem 16. Jahrhundert ihre Schätze auf, weil die Festung als uneinnehmbar galt. Tatsächlich wurde sie nie von fremden Truppen eingenommen wurde. Ebenfalls seit dieser Zeit diente sie auch als Staatsgefängnis mit dem Namen Sächsische Bastille. Als solches wurde sie auch im Deutsch-Französischen Krieg und im Ersten und Zweiten Weltkrieg genutzt.

Heute befindet sich neben der Festung auf dem Königstein ein Museum, Gastronomie und sogar zwei Ferienwohnungen. Im Dezember findet auf dem Hochplateau ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt statt, im Sommer wird der Garten für Konzerte genutzt.

Festung Königstein, Öffnungszeiten: April-Oktober 9-18 Uhr, November-März 9-17 Uhr, Einlass bis eine Stunde vor Schließung der Festung, Eintritt Erwachsene im Sommer 10, im Winter 8 Euro (Stand: November 2016).

Unterkunft in Krippen: Hotel Erbgericht Krippen, Bächelweg 4, Einzelzimmer ab 50 Euro, Doppelzimmer ab 80 Euro.

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Die Kletterfelsen an den Schrammsteinen. Wer dort klettern will, sollte seinen Sport beherrschen und sich vorab gut informieren. Und wer nicht ganz sicher am Seil ist, sollte am besten mit einem Guide losziehen.

Etappe 1: Krippen – Lichtenhainer Wasserfall

Strecke: ca. 12 Kilometer, Gesamtanstieg: 521 Meter, Gesamtabstieg: 451 Meter, Gehzeit: ca. 5 Stunden. Eine Karte mit der genauen Strecke dieser Etappe inklusive GPS-Daten zum Download findest du hier.

An Tag zwei stehen gleich zwei tolle Highlights auf dem Programm: Die Schrammsteine und die Hohe Liebe. Start der Wanderung ist der Fähranleger in Krippen, Das Ende der Lichtenhainer Wasserfall. Von dort fährt die historische Kirnitzschtalbahn zurück nach Bad Schandau.

Der Fähranleger Postelwitz liegt am Elbleitenweg. Du folgst ihm elbaufwärts. An der Bushaltestelle am Ortsausgang geht es dann nach links auf einen steilen, betonierten Weg, über die Straße und anschließend auf dem Obrigensteig durch den Wald und zwischen Felsen hindurch weiter nach oben.

An der Kreuzung mit der großen Infotafel geht es geradeaus (nicht links!) auf den Malerweg und schon nach kurzer Zeit bist du an den ersten Kletterfelsen angekommen. Von dort gelangst du zur Schrammsteinaussicht, indem du dem Malerweg weiter folgst -entweder bis zur Abbiegung zum anspruchsvollen Wildschützensteig oder ein kurzes Stück weiter bis zum nächsten Anstieg, der normalerweise aber als Abstieg genutzt wird.

Die Schrammsteinaussicht.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Schrammsteinaussicht

Auf der Schrammsteinaussicht kann es auch mal ein bisschen voller werden. Das liegt daran, dass das Plateau eine geradezu märchenhafte Rundumsicht über die Sächsische Schweiz bietet und deshalb von vielen Wanderern als Ort für eine längere Pause ausgewählt wird.

Außerdem ist es räumlich begrenzt. An allen Seiten geht es – anders als bei so manchem Berggipfel – senkrecht nach unten. Wenn du oben herum laufen willst, solltest du schwindelfrei sein. Zwar ist das gesamte Plateau mit einem Geländer gesichert, aber du musst über glatte Felsen und enge Brücken laufen, die sich über Felsspalten spannen.

Der vielleicht schönste Blick von der Schrammsteinaussicht: Ins Elbtal.

Auf dem Rückweg lässt du den Wildschützensteig rechts liegen und steigst wieder nach unten bis zur nächsten Weggabelung, an der du dich links halten musst. Zwischen engen Felsen hindurch geht es auf Leitern und Treppen nach unten. An der Weggabelung läufst du erneut links auf den mit einem gelben Strich markierten Wanderweg. Dem folgst du, bis du irgendwann wieder auf den Malerweg triffst und auf diesem nach rechts läufst.

Sobald du an den Häusern angekommen bist, hast du den Nationalpark Sächsische Schweiz verlassen – aber keine Sorge: Nur für kurze Zeit. An der nächsten Kreuzung biegst du nach rechts ab und gehst danach wieder rechts auf den mit einem roten Strich markierten Weg, der dich zur Hohen Liebe bringt.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Hohe Liebe

Ein Gipfel wie ein Gedicht. Von der Hohen Liebe hast du eine wunderbare Aussicht – unter anderem auf die Schrammsteine und die Affensteine. In der Regel ist hier aber weniger los als an der Schrammsteinaussicht. Außer am Totensonntag: Dann findet am Bergsteigerehrenmal auf dem Gipfel eine Gedenkveranstaltung statt.

Wenn dein Hunger es zulässt, zögere deine Mittagspause bis hier hinaus. Wenn nicht, plane ein paar Minuten ein, um in aller Ruhe die Aussicht zu genießen, ehe du dich an den Abstieg machst.

Nun folgst du einfach dem rot markierten Weg, der dich durch den Wald wieder nach unten bringt. Unten angekommen überquerst du die Straße und läufst auf dem Flößerpfad weiter in Richtung Beuthenfall. Und wenn du dort angekommen noch Lust auf einen kleinen Abstecher hast, kannst du der Straße nach rechts folgen und bis zum Lichtenhainer Wasserfall laufen. Am sehenswertesten ist der allerdings im Frühjahr.

Sowohl vom Beuthenfall als auch vom Lichtenhainer Wasserfall aus fahren der Bus 241 für 2,30 Euro und die historische Kirnitzschtalbahn für 5 Euro nach Bad Schandau. Zu den Fahrplänen.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Bad Schandau

Wenn du früh von der Wanderung zurück kommst, bietet sich ein Stadtbummel durch Bad Schandau an. Alternativ kannst du deine müden Muskeln in der Toskana-Therme entspannen.

Unterkunft in Bad Schandau: Hotel Albergo Toscana, Rudolf-Sendig-Straße 17, Bad Schandau. Von der Haltestelle der Kirnitzschtalbahn weiter durch den Kurpark, dann links in die Rudolf-Sendig-Straße, Doppelzimmer ab 75 Euro.

Essen in Bad Schandau: Da das Hotel Albergo Toscana keine Halbpension anbietet, müssen Gäste auf die umliegenden Restaurants ausweichen. Tipp: Restaurant „Toscana“ im Parkhotel Bad Schandau, Rudolf-Sendig-Straße 12.

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Etappe 2: Weniger blauer Himmel, mehr Matsch. Aber, wie man in Sachsen so sagt: Schlechts Weddor gibbts ni, nur falsche Klamoddn.

Etappe 2: Bad Schandau – Hohnstein

Strecke: ca. 15,3 Kilometer, Gesamtanstieg: 424 Meter, Gesamtabstieg: 223 Meter, Gehzeit: ca. 4,5 Stunden. Eine Karte mit der genauen Strecke dieser Etappe inklusive GPS-Daten zum Download findest du hier.

Heute steht eine etwas längere, dafür aber auch einfachere Etappe auf dem Plan. Von Bad Schandau läufst du durch den Zaukengrund ins Sebnitztal und dann weiter ins Polenztal. Bis Porschdorf verläuft der Weg hauptsächlich auf wenig befahrenen, asphaltierten Straßen. Erst danach wird es mit dem Aufstieg zum Brand ein wenig sportlicher.

Vom Marktplatz Bad Schandau läufst du in den Zaukengrund, den du ein gutes Stückchen hinauf laufen musst. Am besten schaust du dir den Weg vom Hotel bis dort vorher auf einer detaillierten Karte an. Du läufst vorbei an Häusern, bis zur T-Kreuzung, an der der Zaukengrund aufhört. Dort biegst du rechts ab, folgst der scharfen Linkskurve und hältst dich dann wieder links. Von jetzt an bist du auf dem mit einem blauen Strich markierten Wanderweg E3, dem du immer weiter in Richtung Brand folgst.

Der Tiefe Grund ist wildromantisch. Folge dem Bächlein, um zum Brandaufstieg zu gelangen.

Achtung: Am Wanderparkplatz kurz nach dem bunten Schild mit der Aufschrift „Herzlich Willkommen in Porschdorf“ geht es nach rechts in den Wald auf einen nun nicht mehr asphaltierten Weg. Durch den Tiefen Grund wanderst du an einem Bächlein entlang bis zu den 800 sportlichen Stufen, die zum Brand hinauf führen. Diesen Weg teilt der E3 sich mit dem Malerweg.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Brand

Der Brand gilt als Balkon der Sächsischen Schweiz, weil die Sicht von dort wie die von einem Balkon ist. Überprüfen konnte ich das nicht – als ich dort war, war es so neblig, dass man auf der Balkonseite gar nichts mehr sehen konnte. Zum Glück gibt es aber auf der anderen Seite noch die Hafersackaussicht, von wo aus du in Richtung Nordosten in den Tiefen Grund sehen kannst.

Weil man zur Brandaussicht auch mit dem Auto fahren kann und es dort mit der Brand-Baude ein Bergrestaurant gibt, sind dort immer ein paar Besucher mehr als an der Hafersackaussicht. Ein Abstecher dorthin lohnt sich auf jeden Fall – auch für ein Picknick.

Im Anschluss läufst du weiter auf dem Malerweg, der nach rund einem Kilometer nach links abbiegt. Dem Malerweg folgst du jetzt bis nach Hohnstein. Die Stadt erkennst du schon von weitem an ihrer Burg, die auf einem höher gelegenen Felsen thront.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Gautschgrotte

Kurz bevor du Hohnstein erreichst, kannst du rechts einen ganz kurzen Abstecher zur Gautschgrotte machen. Die Grotte ist ein geologisches Kulturdenkmal und sieht aus wie eine riesige Höhle mit Vordach. Ganz besonders sehenswert soll sie übrigens im Winter sein, dann bilden sich manchmal riesige Eiszapfen und Eisgebilde, ähnlich den Stalaktiten und Stalagmiten in einer Tropfsteinhöhle.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Burg Hohnstein

Was ich vor meiner Ankunft in Hohnstein nicht wusste: Vom Ende des Wanderwegs, über dem die Burg Hohnstein thront, war es noch ein weites, steiles Stück bis zum Hotel. Und so wurde leider nichts aus meinem Plan, das Burgmuseum noch zu besuchen. Die Hotelsauna war dann doch zu verlockend. Also: Wenn du die Burg besuchen willst, dann am besten direkt.

Unterkunft in Hohnstein: Parkhotel Ambiente Hohnstein, Waldstraße 26. Vom Wanderweg aus kommend läufst du den Bärengarten hoch, biegst anschließend nach rechts in die Rathausstraße ab, dann wieder rechts nach Am Breiten Stein und immer weiter geradeaus. Doppelzimmer ab 100 Euro.

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Blick auf Hohnstein vom Hockstein.

Etappe 3: Hohnstein – Rathen

Strecke: ca. 10 Kilometer, Gesamtanstieg: 317 Meter, Gesamtabstieg: 521 Meter, Gehzeit: ca. 3 Stunden. Eine Karte mit der genauen Strecke dieser Etappe inklusive GPS-Daten zum Download findest du hier.

Von Hohnstein aus geht es am nächsten Tag über den Hockstein, die Teufelsbrücke, den Amselgrund und die Schwedenlöcher zur Bastei und von dort hinunter nach Rathen.

Zunächst läufst du ein kleines Stück des Wegs, den du gestern gekommen bist, wieder zurück. Nach wenigen Metern zweigt der Malerweg nach rechts ab. Ein schmaler Weg führt nach unten bis zum Gasthaus Polenztal und anschließend geht es links in Richtung Hockstein.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Der Hockstein

Den Hockstein erklimmst du nun über Leitern, die teilweise durch sehr enge und dunkle Felsspalten führen. Von oben sowie von der sich anschließenden Teufelsbrücke kannst du noch einmal das Panorama über Hohnstein und seine Burg genießen.

Dann geht es auf dem mit einem grünen Strich markierten Wanderweg weiter in Richtung Höllgrund und Amselsee, wo du wiederum auf den Malerweg triffst, auf den du nach rechts abbiegst. Hier bleibst du allerdings nicht lange, denn schon bald musst du wieder nach links in Richtung Schwedenlöcher auf den E3 abbiegen. Der Anstieg ist noch einmal recht anstrengend.

Der Amselsee mit Blick auf den Mönchstein – kurz vor dem Aufstieg zu den Schwedenlöchern.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Die Schwedenlöcher

Ihren Namen erhielten die Schwedenlöcher nach dem Dreißigjährigen Krieg. Zu dieser Zeit war die Schlucht nur sehr schwer zugänglich und bot ein ideales Versteck vor schwedischen Truppen, die 1639 mordend und brandschatzend durch Sachsen zogen. Die Rathener flüchteten mitsamt ihrem Hab und Gut und die umliegenden Schluchten und Gründe und entkamen so der Gewalt.

Die Schwedenlöcher sind von der Bastei aus gut zu erreichen und deshalb für Tagesausflügler im Nationalpark Sächsische Schweiz ein beliebter Tagesausflug. Bei gutem Wetter wirst du hier auf einige Wanderer treffen.

Der erste Blick auf die Bastei.

Highlights der Sächsischen Schweiz: Bastei und Basteibrücke

Bis zur Bastei ist es nun nicht mehr weit. Folge dem Weg nach oben, mach einen Abstecher zur Pavillionaussicht, von wo aus du die berühmte Basteibrücke sehen kannst und gehe anschließend weiter zur Bastei. Spätestens ab dem Besucherparkplatz musst du dann eigentlich nur noch den Massen folgen. Lass dir den Besuch davon aber nicht vermiesen und kämpfe dich auf jeden Fall auch zu den Aussichtspunkten durch. Die Aussichten sind nämlich wirklich großartig.

Bei gutem Wetter ist auf der Bastei die Hölle los. Doch auch bei Nebel und Regen kommen die Touristen, um Sachsen berühmteste Brücke zu bestaunen.

Über die Basteibrücke geht es nun wieder nach unten, bis du schließlich in Niederrathen angekommen bist.

Wenn du noch eine weitere Nacht im Nationalpark Sächsische Schweiz verbringen möchtest, findest du in Rathen eine handvoll Hotels. Diese sind aber durch die unmittelbare Nähe zur Bastei recht teuer, weshalb es sich eher lohnt, mit der Fähre nach Rathen überzusetzen, dort die Bahn zu nehmen und beispielsweise nach Krippen zurück zu fahren. Dorthin musst du ohnehin zurück, wenn du dein Auto abholen musst.

Alternativ kannst du von Rathen aus auch direkt mit der S1 nach Dresden zurück fahren.

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Praktisches und Wissenswertes für deine Reise in die Sächsische Schweiz

Handyempfang

Mobiles Internet funktioniert in der Sächsischen Schweiz eher mäßig. Auf dein Handy solltest du dich zur Navigation daher nicht verlassen, es sei denn, du lädst dir deine Wanderkarte vorher auf das Gerät runter.

Karten und Wanderführer

Ich war mit Wanderkarte und Wanderführer unterwegs. Ich weiß nicht, ob ich da altmodisch bin, aber das finde ich einfach die praktischste Lösung. Im Hikeline: Elbsandsteingebirge sind die schönsten Touren in der Sächsischen Schweiz relativ detailliert beschrieben. Außerdem kannst du dir mit dem Produktcode im Buch GPS-Tracks runterladen.

Die Wanderkarte Nationalpark Sächsische Schweiz hingegen gibt dir einen super Überblick über alle Wanderwege in der Region und du kannst dich mithilfe der Karte sehr schnell zurechtfinden – auch weil alle Wege sehr gut ausgezeichnet sind.

Beides ist übrigens wasserfest und somit auch bei Regen besser zu gebrauchen als ein Handy.

Verpflegung unterwegs

Es bietet sich an, die Unterkünfte sofern möglich mit Halbpension oder zumindest mit Frühstück zu buchen. Möglich ist auch, bei Hotels ein Lunchpaket zu bestellen. So bist du unabhängig von Einkehrmöglichkeiten und kannst essen, wann du Hunger hast. In Bad Schandau gibt es außerdem Bäckereien und Supermärkte, in Hohnstein Bäckereien und Minimärkte, wo du dir etwas für die Mittagspause besorgen kannst.

Gepäcktransport und Hilfe bei der Planung

Ich hoffe, dass dieser Artikel dir bei der Planung deiner Reise in die Sächsische Schweiz geholfen hat. Falls du weitere Hilfe brauchst, findest du die nicht nur im Hikeline, sondern zum Beispiel auch bei Augustus Tours, einem Dresdner Wanderreise-Spezialisten.

Auf der Website von Augustus Tours findest du diverse Tourenvorschläge für die Sächsische Schweiz und den Malerweg. Dort kannst du dich zum einen ganz unverbindlich inspirieren lassen, zum anderen bekommst du bei den Dresdnern aber auch detaillierte Weginfos. Außerdem kümmern sie sich auf Wunsch um Hotelbuchungen und den Gepäcktransport. Letzteres habe ich in der Sächsischen Schweiz zum ersten Mal ausprobiert – es ist schon eine feine Sache, nicht alles mitschleppen zu müssen.

Die beste Reisezeit für die Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz kann man ganzjährig besuchen. Ja, sogar im Winter. Mit Schnee und Frost sehen Highlights wie die Bastei-Brücke noch schöner aus. In der Hochsaison im Sommer hingegen würde ich insbesondere die Teile des Nationalparks, die mit dem Auto zu erreichen sind, eher meiden, denn dann kann dort die Hölle los sein.

Ich selbst war Anfang Oktober da und hatte durchwachsenes Wetter mit allem von strahlendem Sonnenschein mit blauem Himmel bis zu Nebel und Regen. Das hat allerdings meiner Begeisterung keinen Abbruch getan – im Gegenteil. Ich mag die mystische Stimmung, die in Nebel getauchte Wälder an sich haben. Regen ist mit der passenden Ausrüstung auch kein Problem (Regenjacke, Regenhose und ein Schutz für den Rucksack). Oder wie man in Sachsen sagen würde: „Schlechts Weddor gibbts ni, nur falsche Klamoddn.“

Für eine Reise im Oktober, bzw. November spricht außerdem eins: Der goldene Herbst bringt fantastisches Licht.

Magischer Moment: Wenn die Sonne sich plötzlich ihren Weg durch die Baumkronen bahnt und den Bodennebel verscheucht.

Weitere Informationen zur Sächsischen Schweiz und zum Wanderland Sachsen

Weitere Informationen zur Sächsischen Schweiz, zu Unterkünften, Wanderungen, beispielsweise zum Malerweg, zu Aktivitäten und vielem mehr findest du auf der Homepage des Tourismusverbands Sächsische Schweiz. Und bei Sachsen Tourismus kannst du dich auch über die Grenzen des Elbsandsteingebirges hinaus über einen Wanderurlaub in Sachsen informieren.

Mehr zum Wandern in der Sächsischen Schweiz gibt es bei meinen Bloggerkollegen:

Take an AdVANture: Der Malerweg – ein Traum in Herbstbunt
Go Girl! Run: Wanderurlaub in der Sächsischen Schweiz

 

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel eine gute Übersicht über die Highlights der Sächsischen Schweiz geben konnte. Wenn ich dich davon überzeugen konnte, die Region selbst zu besuchen, freue ich mich umso mehr! Hast du noch Fragen oder Anmerkungen? Dann hinterlass mir einen Kommentar.

Viel Spaß beim Wandern!

Herzlichen Dank an Sachsen Tourismus für die Einladung in die Sächsische Schweiz. 

Geschrieben von

… spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

8 Kommentare

  1. Hey Anna,
    danke dir für diesen tollen Artikel!
    Ich war selbst in der Sächsischen Schweiz und bin seitdem ganz verliebt in die Region. Ich will auf jeden Fall noch ein weiteres Mal hin und dann ausgedehnt wandern. Da kommen mir deine Tipps gerade richtig:)

    Ich kann übrigens noch das Biodorf Schmilka empfehlen. Dort gibt es einen super süßen kleinen Bäcker, der sich hervorragend für einen Stopp eignet.

    Meine Tipps für eine Wochenende in der Sächsischen Schweiz, findest du hier: http://passenger-x.de/reisen/deutschland/empfehlungen-wochenende-saechsischen-schweiz/

    Die Region verlockt ja zum wiederkehren, vielleicht sind da bei meinem Artikel ja noch Tipps dabei, die du auf deiner nächsten Reise in die Sächsische Schweiz brauchen kannst:) Ich habe mir deine Wanderempfehlungen auf jeden Fall schon einmal gespeichert.

    Liebe Grüße
    Nicole vom Reiseblog PASSENGER X

    • Hallo Nicole,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Tipps! Ich werde auch definitiv ein zweites Mal in die Sächsische Schweiz reisen – und beim nächsten Mal vielleicht gleich mit Malblock und Stiften den gesamten Malerweg laufen, wer weiß? Die Idee gefällt mir auf jeden Fall 🙂

      Liebe Grüße
      Anna

  2. Hallo Anna,

    die Sächsische Schweiz steht für nächstes Jahr auf meiner Sehnsuchtsliste. Daher hab ich deinen Artikel gleich mal gepinnt für später 😉 Lieben Dank für die ausführliche Beschreibung und die Fotos, die Lust auf mehr machen! 2017 will ich definitiv mehr Kurztrips machen und da lockt die Sächsische Schweiz ganz doll.

    Viele Grüße
    Imke

    • Hallo Imke,

      aber gern doch und vielen Dank für deinen Kommentar 🙂 Die Sächsische Schweiz kann ich dir auf jeden Fall wärmstens empfehlen – am besten nicht nur für einen Kurztrip, aber wenns nicht anders geht, dann auf jeden Fall dafür. Ich werde auch wieder hin fahren. Wann weiß ich noch nicht. Aber wenn es so weit ist, möchte ich alle Etappen des Malerweges laufen.

      Ich wünsche dir viel Spaß bei der Planung!
      Anna

    • Hallo Jörg,

      danke! Ich glaube wenn ich noch einmal zurück in die Sächsische Schweiz komme, dann wäre der komplette Malerweg auch die Wanderung meiner Wahl. Auch wenn ich dann manche Abschnitte zum zweiten Mal laufe – es ist ja immer irgendwie anders, je nach Wetter und Jahreszeit…

      Liebe Grüße!
      Anna

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