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Hoteltipp: me and all Mainz

Dieser Hoteltipp ist für mich ein besonderer. Wer kommt schon auf die Idee, in der eigenen Stadt mal im Hotel zu übernachten? Genau deshalb war ich auch immer ein wenig überfragt, wenn mich jemand um eine Hotelempfehlung für Mainz bat. Das wollte ich ändern. Also packte ich Zahnbürste und Schlafanzug ein und checkte für eine Nacht im me and all ein.

Es gibt Zimmer und Betten, in denen man sich sofort wohl fühlt. Und Hotels, in denen einfach alles stimmt. In meiner Kategorie Schöner schlafen stelle ich Unterkünfte vor, in denen ich mich auf Anhieb wie zu Hause gefühlt habe. Heute: Das me and all Hotel Mainz.

Mein Besuch im me and all Hotel Mainz ist in mehrerer Hinsicht ein echtes Heimspiel. Nicht nur, weil ich nur ein paar Haltestellen mit der Straßenbahn fahren muss um in das Hotel zu kommen. Nicht nur, weil ich aus dem Zimmerfenster freien Blick auf den Mainzer Dom habe. Und nicht nur, weil die Speisekarte zum Abendessen genau so auch aus einer der kreativeren Weinstubenküchen der Altstadt stammen könnte.

In der Lobby begrüßt mich ein Mainzelmännchen im Mainz-05-Trikot. Und Holger Hanselmann, der Hotelmanager. Er arbeite gerne mal hier unten, sagt er, weil es dort so gemütlich ist. Tatsächlich machen Sessel und Sofas einen sehr einladenden Eindruck. Also machen wir es uns dort bequem.

Das me and all-Hotel Mainz ist noch ziemlich jung. Eröffnet hat der Boutique-Hotel-Sprössling der Lindner Hotels erst im September 2018. Es lockt schon jetzt – weniger als ein Jahr nach der Eröffnung – nicht nur Gäste von auswärts an. Auch Mainzer kommen gerne in ihr „Wohnzimmer“, wie Hanselmann es nennt.

Logisch, der Mainzer an sich mag seine Stadt und alles, was von dort kommt, schließlich genau so gerne wie seinen Riesling und den Blick auf den Dom. Und an der Hotelbar gibt es neben besagtem Riesling fast ausschließlich Getränke regionaler Produzenten: Craft-Bier von der Eulchen-Brauerei und von Kuehn Kunz Rosen, Wein von rheinhessischen Winzern, Mixgetränke von Ailaike und Sechzisch Vierzisch und Kaffee von der Rösterei Müller. Und Tinte Gin – einen blauen Gin, der beim Mischen mit Tonic seine Farbe ändert.

Für Ausreden zum Trinken ist auch gesorgt: Jeden Donnerstag gibt es eine kleine Afterwork-Party, dazu in regelmäßigen Abständen kleine Konzerte, Lesungen oder Poetry Slams.

Ich habe allerdings (erstmal) keine Zeit zum Trinken. Denn ich möchte noch eine Runde um den Bahnhof drehen. Mit einem Longboard, handmade in Mainz von der Manufaktur Olson und Hekmati. Die können Hotelgäste – nebst schicken Fahrrädern – kostenfrei ausleihen.

Als ich wieder komme, geht es ab in die Sauna. Schließlich will ich alles, was das Hotel zu bieten hat, bei meinem Kurzbesuch kennenlernen.

Auf die Sauna habe ich mich insgeheim am meisten gefreut. Nicht nur, weil Wellness im Mama-Alltag manchmal ein bisschen zu kurz kommt. Sondern auch, weil der Ruheraum auf den Bildern vom Hotel maximal gemütlich aussieht.

Deshalb schaue ich auch nur ganz kurz im Gym vorbei um ein paar Fotos zu machen und begebe mich dann in den siebten Himmel – äh, siebten Stock. Es folgen, ihr wisst schon: Abendessen, Riesling und eine herrlich gemütliche Nacht im Doppelbett, in dem ich zur Abwechslung mal quer liegen und alle Kissen für mich beanspruchen kann.

Am nächsten Morgen bekomme ich Besuch vom Mini, der mein Zimmer genauestens untersucht. Gemeinsam machen wir uns über das Frühstücksbuffet her, das für keinen von uns Wünsche offen lässt und bestaunen dann das „Wohnzimmerregal“.

In diesem großen Regal in der Lobby darf jeder Gast, wenn er möchte, ein persönliches Souvenir hinterlassen. Hotelmanager Holger Hanselmann hat auch etwas hinein gelegt: ein kleines Vorhängeschloss, das seine Verbundenheit zu Mainz zum Ausdruck bringen soll.

Diese Verbundenheit ist überall im Hotel zu sehen. Das me and all Hotel Mainz ist ein mit viel Liebe zur Stadt Mainz und zur Region Rheinhessen eingerichtetes urbanes Boutique-Hotel. Die Inneneinrichtung vermittelt Gästen mit jedem noch so kleinen Detail ein authentisches Mainzer Flair – von regionalem Essen und Getränken bis hin zur Gestaltung der Zimmertüren mit Weinreben.

In diesem Hotel kann man es gut auch eine ganze Weile aushalten. Und da Mainz immer einen Besuch wert ist, empfehle ich euch: Bleibt mindestens einen Tag länger als geplant.

Zahlen und Fakten: Das bietet das me and all Hotel Mainz

Das me and all Hotel Mainz liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof und somit sind fußläufig die Neustadt, die Altstadt, die Gaustraße, das Rheinufer und auch die Uni zu erreichen. Wer keine Lust auf Laufen hat, kann sich kostenlos ein Longboard oder ein Fahrrad ausleihen.

Das me and all Mainz hat 162 Zimmer in 3 Kategorien: Standard, Superior und Suite. Das Superior kommt mit ein paar mehr Annehmlichkeiten als das Standard – die Minibar ist beispielsweise inklusive. Preise: Ab 79 Euro.

Zum Frühstück gibt es ein überwiegend regionales Buffet mit Kaffee aus einer Mainzer Kaffeemanufaktur. Reichlich, besonders, sehr empfehlenswert. Kosten: 18 Euro pro Person. An der Bar gibt es außerdem den ganzen Tag über auch eine feine Auswahl kleiner warmer Mahlzeiten.

Sauna und Wellnessbereich sind ganz oben in der siebten Etage und bieten eine Panoramaaussicht über die Stadt. Hier gibt es auch ein kleines Sonnendeck mit Außendusche und Blick ins Grüne. Eine Etage weiter unten ist ein großzügiger Fitnessbereich – ebenfalls mit Rundblick auf Mainz.

Hoteltipp Mainz: Hier kannst du deinen Aufenthalt buchen

Ein Zimmer im me and all Hotel Mainz gibt es bereits ab 79 Euro pro Nacht. Buchbar ist das Hotel unter anderem über hotels.com*, bei booking.com* oder direkt auf der me and all-Homepage.

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Herzlichen Dank an die Lindner Hotels für die Einladung ins me and all Hotel Mainz! Meine Meinung über rheinhessischen Riesling, Wellnessfreuden, Hotelinneneinrichtung und alles weitere ist davon unabhängig. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Du kannst meine Arbeit ganz einfach unterstützen, indem du über einen solchen Link etwas kaufst oder buchst. Denn dafür bekomme ich eine Provision. Du zahlst natürlich den gleichen Preis. Mehr dazu.

Geschrieben von

Bloggerin und Autorin Anna Röttgers Reiseblog Anemina Travels Avatar
... spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

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