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Zurückgeblickt: Das Reisejahr 2016 in Lieblingsfotos

In den letzten zwölf Monaten war ich so viel unterwegs wie nie. Mein Beruf hat mich 2016 zu einigen der schönsten Flecken der Welt geführt und ich bin so oft verreist, dass ich gar nicht hinterher gekommen bin, auf dem Blog von allen meinen Reisen zu erzählen.

Vor allem aber habe ich beim Sichten meiner Reisefotos gemerkt, dass ich viele Bilder noch gar nicht veröffentlicht habe. Und weil ich nicht will, dass sie einfach so auf meiner Festplatte untergehen, gibt es heute einen Jahresrückblick in Bildern.

Hier sind meine schönsten Reisefotos des Jahres, in chronologischer Ordnung.

Januar: Berner Oberland

Im Januar ging es auf Pressereise ins Berner Oberland. In der Region rund um Jungfrau, Mönch und Eiger habe ich Wollsocken und Wanderschuhe angezogen und mich auf die Suche nach den schönsten Winterwanderungen begeben. Gefunden habe ich darüber hinaus das beste Raclette, das ich je gegessen habe. Serviert in den Bergen über Wengen in einer kleinen Holzhütte ohne Strom und fließend Wasser. Geschrieben habe ich darüber auch, und zwar in der Allgemeinen Zeitung.

Februar: Ischgl

Ich liebe das Snowboarden – aber ich bin ein echter Angsthase, wenn es darum geht, die Piste zu verlassen. Ich habe einfach ein Talent dafür, im Tiefschnee stecken zu bleiben. Die Einladung zu einem Freeriding-Crashkurs in Ischgl kam daher wie gerufen. Nach der Sicherheitseinweisung und mit Lawinenschutz-Ausrüstung ging es mit zwei Skilehrern auf die Übungspiste und anschließend auf die erste lange 800-Meter-Abfahrt durchs Freeride-Gebiet vom Piz Val Gronda zurück ins Fimbatal. Am Nachmittag habe ich meine Oberschenkel nicht mehr gespürt und der Muskelkater hat sich hartnäckig gehalten. Schön war es trotzdem – und vor allem lehrreich. Zur Geschichte gehts hier.

Februar: Zillertal

Von Ischgl aus bin ich mit kurzem Zwischenstopp in Innsbruck direkt ins Zillertal gefahren, wo ich seit einigen Jahren mit dem Mann und ein paar Freunden regelmäßig den Snowboardurlaub verbringe. Der Muskelkater vom Freeriden war nach einem Tag Regeneration vergessen und ich konnte die Zeit auf der Piste genießen.

März: Berlin

Einmal im Jahr zieht es mich zur größten Reisemesse ITB nach Berlin, wo ich neue Kontakte knüpfe, alte Gesichter wieder sehe und mir viele Ideen für neue Reisen hole. Am schönsten ist es dort aber, weil ich dort mittlerweile so viele bekannte Gesichter von Blogger-Kollegen sehe. Gemeinsam mit den Kollegen der Travel Bloggers United habe ich ein Event mit Visit Estonia organisiert, die beste Pizza Berlins getestet und Ideen entwickelt.

April: Koh Phayam

Eine Strandhochzeit. Es gibt wohl kaum einen besseren Grund, eine Woche nach Thailand zu reisen als die Hochzeit der eigenen Schwester. Die haben wir auf Koh Phayam im engsten Familien- und Freundeskreis gefeiert. Natürlich gab es genug Zeit für lange Strandspaziergänge, Inselerkundungen mit dem Roller und nächtliche Badeaktionen mit Leuchtplankton.

April: Bangkok

Weil ich bei meiner ersten Reise nach Bangkok so gar nicht mit der Stadt warm geworden bin, war ich mir nicht ganz sicher, ob wir die Thailand-Reise um ein paar Tage in Bangkok verlängern sollten. Doch der Mann und ich kamen zu dem Schluss, dass die Stadt eine zweite Chance verdient hatte. Und das war gut so. Besonders angetan hat es mir eine kombinierte Fahrrad- und Bootstour durch Chinatown und die Gärten Bangkoks. Außerdem haben wir die Rooftop-Bars von Downtown Bangkok unsicher gemacht.

Mai: Texas

Texas stand auf meiner Reisewunschliste nicht allzu weit oben. Weil ich aber innerlich diesen verrückten Wunsch habe, einmal alle Bundesstaaten der USA zu besuchen, und weil ich natürlich sehr neugierig auf den Süden war, den ich bis dato noch nie besucht hatte, nahm ich die Einladung zur Pressereise nach Dallas und Fort Worth an. Irgendwo zwischen Museen, Longhorns, Patrioten, Ölmilliarden und Cowboystiefeln habe ich dann ganz unverhofft doch mein Herz an den Bundesstaat verloren. Wie genau das passierte, kannst du im Zeitungs-Artikel nachlesen.

Juni: Kanada & USA

Von Mitte Juni bis Mitte Juli bin ich mit dem Mann von Montreal bis Vancouver einmal quer über den nordamerikanischen Kontinent gefahren. Highlights gab es ohne Ende, aber am schönsten war es in den kanadischen Rocky Mountains. Am abenteuerlichsten war eine Nacht auf einem Campingplatz in Houston, Minnesota, wo wir mitten in der Wildnis zelten durften und nachts von einem Präriesturm mitsamt Gewitter überrascht wurden. Hier geht es zur gesamten Route und den Kosten unserer Reise (mit noch viel mehr Bildern).

August: Tirol

Gemeinsam mit einer lieben Freundin ging es Ende August noch einmal nach Tirol. In der Region Hall-Wattens haben wir nicht nur gelernt, wie man echte Tiroler Schlutzkrapfen zubereitet und auch sonst hervorragend gegessen, sondern die ganzen Kalorien auf zwei Tageswanderungen auch wieder abtrainiert. Am ersten Tag stand der Zirbenweg auf dem Programm, mit 2000 Metern Höhe der höchstgelegene Panoramaweg der Alpen. Weil uns das nicht genug Sport war, haben wir von dort aus schnell noch einen Abstecher auf die Neunerspitze gemacht. An Tag zwei ging’s ins Karwendel.

September: Finnisch Lappland

Für Anfang September erhielt ich eine Einladung zum Wild Wellbeing Weekend in die Region Kuusamo in Finnisch Lappland. Und weil ich schon seit der Kindheit davon träume, nach Lappland zu reisen, habe ich auch diesmal nicht gezögert – und das obwohl das Thema Wellness sehr prominent im Programm vertreten war, ich allerdings nie ein ausgemachter Fan von Wellnessbehandlungen war. Was soll ich sagen? Jetzt bin ich’s. Vielleicht weil die Finnen das mit der Entspannung in der Sauna einfach drauf haben. Vielleicht auch wegen der Brautsauna, diesem tollen finnischen Ritual, das ich erleben durfte.

September: Saarland

Seit September ist mein Freund nicht mehr mein Freund, sondern mein Ehemann. Und die Frage, die ich in Bezug auf die Hochzeit am häufigsten gehört habe, war, wohin es in den Flitterwochen geht. Nach unserem Kanada-USA-Roadtrip im Sommer wollten wir nicht direkt wieder weit weg reisen. Deshalb fuhren wir einfach für zwei Tage ins Saarland. Genauer gesagt, nach Saarlouis, wo ich ein schönes Design-Hotel gefunden hatte. Fazit der Reise: Saarlouis muss man nicht besuchen, das Hotel war aber klasse – und Metz ist nicht weit weg. Der Ausflug lohnt sich – die Fotos (bis auf das erste von der Hotellobby) sind übrigens auch aus Metz und nicht etwa aus Saarlouis.

September: London

Kurz nach der Hochzeit saß ich wieder im Flugzeug. Auf Einladung von Warner Bros. ging es nach Leavesden, eine Kleinstadt rund 30 Kilometer nordwestlich von London. Im November 2001 wurde in den dort ansässigen Studios der Film „Harry Potter und der Stein der Weisen“ fertiggestellt. Ich als Potter-Fan der ersten Stunde (wenn auch eher ein Fan der Bücher) konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen, zu diesem Anlass eine Reportage über die Filmstudios zu schreiben, in denen Besucher heute hautnah in die Filmwelt von Harry Potter eintauchen können. Danach war ich noch einen Tag in London selbst und habe mich dort unter anderem länger mit den beiden Damen aus dem letzten Bild über die Zukunft des Stadtteils Brixton unterhalten (Bericht steht noch aus).

Oktober: Sächsische Schweiz

Meine erste Wanderung ganz alleine habe ich in der Sächsischen Schweiz unternommen. Auf Einladung von Sachsen Tourismus war ich im Oktober zwischen Bastei und Brand, imposanten Schluchten und verwunschenen Wäldern wandern. Und war mehr als einmal völlig verblüfft darüber, wie schön Deutschland ist. Und darüber, wie viel Spaß es macht, alleine zu wandern. Das war wirklich eine tolle Erfahrung.

Oktober: Hawaii

In Hawaii habe ich surfen gelernt, die Sonne über den Wolken aufgehen sehen, unter einem Wasserfall gebadet und das Paradies gefunden. Der US-Bundesstaat hat sich einen festen Platz in meinem Reiseherz erobert. Seit der Mann und ich Ende 2014 den weltbesten Urlaub jemals dort verbracht haben, habe ich davon geträumt, eines Tages zurück zu kehren. Dass dieser Tag so schnell kommen würde, hätte ich nicht gedacht. Tatsache ist aber: Im Oktober war ich ein zweites Mal in Hawaii – auf Pressereise. Leider war die Reise viel zu kurz – aber trotzdem war sie wunderbar. Manche Dinge habe ich zum ersten Mal gesehen, andere habe ich wiedererkannt und vor allen Dingen habe ich sehr viel über die hawaiianische Kultur gelernt. Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich meinen Job liebe?

November: Seattle

Seattle wollten der Mann und ich eigentlich im Sommer auf unserem Roadtrip durch Kanada und die USA schon besuchen. Wir haben es dann aber doch nicht dorthin geschafft. Deshalb habe ich die Gelegenheit genutzt und auf dem Rückflug von Hawaii, der ohnehin über Seattle ging, ein dreitägiges Stopover eingeplant. Kennengelernt habe ich die mit Abstand schönste und coolste amerikanische Stadt, die ich bislang gesehen habe. Das mit den Kaugummis ist übrigens Kunst. Sie nennen es die Gum Wall und jeder, der möchte, darf ein gekautes Kaugummi dran kleben und bei Bedarf noch eine Notiz hinterlassen.

Dezember: Abenteuer auf der Leinwand

Den Dezember habe ich einfach mal zu Hause verbracht. So konnte ich mir zum ersten Mal die European Outdoor Film Tour (E.O.F.T.) anschauen, was ich schon seit Ewigkeiten mal tun wollte. Die Filme haben mir richtig Lust auf neue Outdoor-Abenteuer im kommenden Jahr gemacht.

Neue Pläne und gute Vorsätze

Fünf Reisen im neuen Jahr stehen schon fest: Es geht auf Pressereise nach Oregon und nach New York, im Februar steht der alljährliche Skiurlaub – diesmal in Warth-Schröcken – auf dem Plan und Anfang März geht es auf die ITB nach Berlin. Auf die Messe freue ich mich dieses Jahr besonders – und zwar auch, weil ich mit vier lieben Bloggerkolleginnen während der Messe eine gemeinsame Wohnung beziehen werde: Elisa, Kathrin, Franzi und Bine.

Ende März holen der Mann und ich unsere Flitterwochen nach. Es geht zum Surfen nach Sri Lanka und anschließend für ein paar Tage auf die Malediven.

Mein guter Vorsatz fürs neue Jahr

Videos nicht nur drehen, sondern auch schneiden. Ich habe auf den letzten Reisen zwar hin und wieder mal die Kamera mitlaufen lassen, bin aber dann nie dazu gekommen, das Material auch zu schneiden. Oder ich war mit den Ergebnissen so unzufrieden, dass ich sie euch nicht zumuten wollte. Das soll sich 2017 definitiv ändern. Seid gespannt.

Mein Herzensartikel

Falls du ihn noch nicht gelesen hast, möchte ich dir zum Jahresausklang noch diesen sehr persönlichen Artikel ans Herz legen, den ich im November geschrieben habe als Antwort auf eine Frage, die ich mir unerklärlicherweise nie gestellt habe: Anna, warum reist du?

Wohin hat dich dein Reisejahr 2016 geführt? Welche Momente sind dir in Erinnerung geblieben? Schreib es mir in einem Kommentar!

P.S. Wie ich es schaffe, so viel zu reisen? Die Antwort findest du in den FAQ.

Geschrieben von

… spielt am liebsten draußen. Sie würde einen spontanen Roadtrip immer einem Tag am Pool vorziehen, liebt das Geräusch von Regen auf einem Zeltdach und ist der wohl einzige Mensch auf der Welt, der sich vor Schokolade ekelt.

12 Kommentare

  1. Liebste Anna,
    wow, klingt nach einem sehr ereignisreichen Jahr für dich!
    Ich wünsche dir für 2017, dass du genauso viel Freude an deinen Reisen hast und uns wieder viele neue, spannende Artikel mitbringst!
    In diesem Sinne … auf 2017!
    Deine Claudi

  2. Ingeborg Petersilge

    Das war am letzten Tag des Jahres für mich das schönste Lesevergnügen!
    So viele Reisen! Mit “dem” Mann, dann mit “deinem” Mann und natürlich oft beruflich alleine oder mit Kollegen. Deine “einsame” Wanderung in der sächsischen Schweiz hat mir sehr imponiert!
    Du bist eine echte und kompetente Weltenbummlerin, liebe Anna. Ich wünsche dir und deinem Mann ein glück- und friedvolles, ein ereignis- und erfolgreiches Jahr…

  3. So viele Abenteuer, Wahnsinn! Ich finde es übrigens klasse, dass ihr euch mit den Flitterwochen auch ein bisschen Zeit lasst 🙂 wir kommen gerade von unseren zurück. Hawaii, das würde ich nächstes Jahr auch gerne schaffen, aber bis es soweit ist schaue ich mir einfach weiterhin deine tolle Postkarte an meiner Wand an.

    Wenn ihr wieder in Texas (Houston) seid, dann meldet euch und schaut vorbei bei uns!

    Alles Liebe euch beiden für 2017
    Susanne

    • Danke, liebe Susanne! Das machen wir (oder ich, falls ich allein in Texas unterwegs bin) auf jeden Fall 🙂
      Ich finde ja die Vorfreude auf eine Reise fast genauso gut wie das Reisen selbst, deshalb finde ich es auch ganz prima, dass wir die Flitterwochen erst ein halbe Jahr später antreten. Das kannst du bestimmt nachvollziehen.

      Euch auch alles Liebe fürs neue Jahr!
      Anna

  4. Ein wirklich schöner Jahresrückblick.

    Ich glaube jeder hat so einen “verrückten Herzenswunsch” wie du mit den Staaten der USA… bei mir sind es “alle griechischen Inseln”… 😀

    Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich

    Mel

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